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Donnerstag, 22. Oktober 2015

Advent 2015: Wünsch dir ein Review!



Ich habe einige Zeit darüber nachgedacht, ob und wenn ja was ich dieses Jahr in der Adventszeit in meinen Blogs veranstalten könnte. Im ersten Jahr von Kuleschow-Effekt hatte ich noch Zeit, 24 Filme vom 01. bis 24. Dezember zu besprechen. Letztes Jahr habe ich es mit einem Screenshot-Raten in diesem Blog probiert. Dies hatte leider nicht den erhofften Erfolg, weshalb ich im Januar nicht einmal die Kraft aufbringen konnte, den wenigen Teilnehmern eine Auswertung zu gönnen (dafür entschuldige ich mich an dieser Stelle einmal ausdrücklich). Also, was sollte dieses Jahr kommen?

Ich habe mich nun dazu entschieden, euch entscheiden zu lassen. Worum geht es? Ihr dürft euch pro Person eine Besprechung wünschen, in der Summe vier an der Zahl. Da ich leider nicht die Zeit habe, euch 24 Rezensionen angedeihen zu lassen, werde ich mich auf die Adventssonntage beschränken. Das bedeutet, ihr könnt euch einen Film wünschen, von dem ihr euch schon immer eine Besprechung meinerseits gewünscht habt (falls es das überhaupt gibt …). Wenn ich euch ziehe (ja, es wird eine Verlosung unter allen Vorschlägen geben – es sei denn, es gibt nur vier), könnt ihr ein Full-Lenght-Review von mir an einem der vorweihnachtlichen Sonntage bei Kuleschow-Effekt lesen – natürlich mit Nennung des Tippgebers/der Tippgeberin und Verlinkung auf dessen/deren Blog. Vorschläge werden auf allen Kanälen, also als Kommentar unter diesem Post, per Facebook oder Twitter angenommen und das bis zum 15.11.2015.

Ein paar Bedingungen gibt es auch: zum einen sollte ich den Film nicht schon besprochen haben (duh!), zum anderen sollte er verfügbar sein. Wenn ich mir erst eine dänische DVD mit türkischen Untertiteln über Japan bestellen muss wäre das nicht ganz so produktiv. Außerdem behalte ich mir ein Vetorecht vor, da es Filme gibt, die ich einfach nicht ansehen werde. Wenn ihr also mit dem Gedanken gespielt habt, The Human Centipede oder A Serbian Film vorzuschlagen – sorry, wird nicht passieren. Ansonsten sind euch natürlich keine Einschränkungen was Produktionsjahr, Genre oder dergleichen betrifft, auferlegt.

Ich bin gespannt, ob ich euch mit dieser Aktion erfreuen kann und ob ein paar interessante Vorschläge kommen. Denkt dran, was Alexander Matzkeit gesagt hat: Alles, was uns Filmblogger näher zusammenbringt, macht uns stärker. :-)

Donnerstag, 15. Januar 2015

Filmretrospektive 2014 - Die Tops & Flops des Jahres

Zu dem Zeitpunkt, da ich diese Zeilen schreibe, ist das neue Jahr 2015 bereits fünf Tage alt, ich sitze wieder im Zug auf dem Weg zur Arbeit und habe nach dem üblichen Familienprogramm über die Festtage wieder Zeit und Muße, mich der Filmwelt zuzuwenden. Ein guter Vorsatz für das neue Jahr wäre ja, euch in diesem Blog nicht wieder so hängen zu lassen wie im Dezember. Keine einzige neue Besprechung, das ist ja schon regelrecht fahrlässig, darum gelobe ich Besserung. Doch zunächst ein Blick zurück.

Ich verkneife mir allgemeine Kommentare dazu, ob 2014 ein gutes oder ein schlechtes Jahr für den Film war. Auf einer ganz persönlichen Ebene war es gar nicht schlecht, weil ich versucht habe, die allermeisten Filme, von denen ich wusste, dass sie mir kaum etwas bringen würden, gar nicht erst anzusehen (sprich die Transformers und Teenage Mutant Ninja Turtles dieser Welt). So ergibt sich auf meiner Filmliste für das Jahresende auch ein krasses Übergewicht der gut bewerteten Filme gegenüber den Rohrkrepierern. Nun denn. Allerdings fehlen mir noch so dermaßen viele potenzielle Top-Anwärter bzw. Filme, die ich einfach sehr gern gesehen hätte (siehe Video), dass auch diese Einschätzung nur Fragment bleiben muss.

Für die Statistikfreunde unter euch: ich habe im Jahr 2014 213 Filme gesehen, davon waren 73 Rewatches, 42 entfielen auf Filme des aktuellen Jahres, sprich Werke, die im Laufe des Kalenderjahres in Deutschland auf welchem Weg auch immer veröffentlicht wurden. Bleiben also noch 98 Erstsichtungen, die aus anderen Jahren stammen. In punkto TV-Konsum habe ich 36 Serienstaffeln gesehen, aber dazu könnt ihr mehr hier lesen.
Da ich der überwältigenden Mehrheit der Erst- und Zweitsichtungen kein Unrecht tun möchte, hier eine kleine jeweilige Top 10 mit Empfehlungen jenseits des Jahres 2014.

Erstsichtungen 2014

02.) Kid-Thing
03.) Womb
04.) Blue Jasmine
06.) Room 237
07.) Only Lovers Left Alive
08.) Gold – Du kannst mehr, als du denkst


Rewatches 2014

04.) ParaNorman
09.) Bananas

Und da es das Eine nicht ohne das Andere gibt, auch noch ein paar Warnungen meinerseits, falls sich jemand mit dem Gedanken trägt, den ein oder anderen Film doch noch anzusehen:

Erstsichtungen 2014 – Flop 10

03.) Zoo
04.) Insidious
05.) Thor – The Dark Kingdom
06.) This Is The End
07.) Ender’s Game
08.) Evil Dead
09.) Alphabet
10.) Bait – Haie im Supermarkt

Rewatches 2014 – Flop 10

03.) Hollow Man
04.) Superstau
06.) C2 – Killerinsect

Und nun dazu, wozu wir eigentlich hier sind: meine ganz persönlicher Filmjahresrückblick 2014, wie im letzten Jahr nicht als schnöder Text, sondern in Videoform. Viel Spaß beim schauen, ärgern, freuen, etc. und auf ein medial ereignisreiches Jahr 2015.


Retrospektive 2014 - Die Tops & Flops des Jahres from Kuleschow-Effekt on Vimeo.

Sonntag, 31. August 2014

Die Top 10 Filmzitate



Wenn ERGO und Schlombie mit Stöckchen werfen, um diesem Blog wieder etwas Leben einzuhauchen, dann sollte man nicht nein sagen. Zumal es eine durchaus interessante Aufgabe ist, die sie da vom Review-Corner gestellt bekommen haben: die persönliche Top 10 der Filmzitate.

Die Erstellung dieser Listen ist ja immer so eine Sache, denn nur bekannte Hausnummern abzuarbeiten ist stinklangweilig. Der persönliche Bezug sollte immer da sein und nur "I'll be back" aufzunehmen, weil es jeder kennt, ist etwas zu einfach. Darum habe ich nachgedacht und zehn Zitate gefunden, die mir persönlich immer wieder ins Ohr kommen und die ich auch gern in (un)passenden Gelegenheiten jenseits des Kinos zum Besten gebe. Die Reihenfolge ist wie so oft nicht wertend zu verstehen, sondern richtete sich nach den jeweiligen Filmen in alphabetischer Reihenfolge. Filme, die durchgehend grandiose Zitate abliefern, wie z.B. Good Night, and Good Luck, habe ich ausgelassen. Und bei ein paar Filmen habe ich geschummelt, weil ich mich nicht auf nur ein Zitat festlegen konnte. Ich hoffe, ihr verzeiht mir.


ALIEN - DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER FREMDEN WELT
"Sie haben mein Mitgefühl."


ALIENS - DIE RÜCKKEHR
"Ich bin zwar künstlich, aber ich bin nicht blöde."
"Für einen Menschen nicht übel."
"Get away from her you Bitch!"


CONTACT
"Sie leben!"


FROM DUSK TILL DAWN
"Waren das Verrückte?" - "Nein, Carlos, das waren keine Verrückte. Verrückte explodieren nicht, wenn das Sonnenlicht sie trifft, egal, wie verrückt sie sind."


HITCH - DER DATE-DOKTOR
"Wissen Sie, wie es ist, ohne Hoffnung aufzuwachen? Zu wissen, dass die Frau ihres Lebens neben dem falschen Mann aufwacht? Und sie trotzdem hoffen, dass sie ihr Glück findet, auch wenn Sie daran keinen Anteil haben?“


MONTY PYTHONS WUNDERBARE WELT DER SCHWERKRAFT
"Oliver hat sich selbst überfahren."
"Er weiß nicht, ob er gewonnen hat. Er weiß aber auch nicht, ob er verloren hat. Er hat überhaupt keine menschlichen Wahrnehmungsorgane."
"Würden Sie ganz heftig meinen Popo streicheln?" - "Ah ja, da gehen sie die Straße runter, dann links..."


PLANET DER AFFEN
"Ihr Wahnsinnigen! Ihr habt die Erde in die Luft gesprengt! Ich verfluche euch, euch alle!"
"Humans See, Humans Do."


SIE LEBEN!
"Ich bin hierhergekommen, um Kaugummi zu kauen und ein paar Leuten in den Arsch zu treten. Und jetzt habe ich kein Kaugummi mehr."


DER STADTNEUROTIKER
"Warum bist du deprimiert?" - "Das Universum expandiert." - "Was interessiert dich das Universum, du bist doch hier in Brooklyn!"


ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT
"Da wo wir hingehen brauchen wir keine Straßen."

Mittwoch, 5. März 2014

Blogparade: Filme für die Insel






Ganz im Sinne der Serien-Aktion von Wortman wurde nun von Thomas, dem Betreiber von Filmrisse, ein ähnlich schnell zu beantwortendes Stöckchen in die Blogosphäre geworfen: 15 Filme für die Insel.

Die Aufgabe, zitiert nach Thomas: „Welche 15 Filme würdest du bei dir haben wollen, wenn du auf einer einsamen Insel strandest? Bedenke dabei das Szenario. Es werden die einzigen 15 Filme sein, die dir für eine lange Zeit zur Verfügung stehen werden.“

Bis zum 10.03.2014 haben wir alle noch Zeit, unsere Antworten zu posten, mit dem Originalartikel zu verlinken und dort natürlich auch einen Hinweis auf unsere Teilnahme zu hinterlassen. Danach wird Thomas dann aus den genannten Filmen die Top 15 herausfiltern, mit der dann alle Filmblogger, die auf einer einsamen Insel stranden, leben müssen. :-) Hoffentlich strandet auch ein Abspielgerät samt Monitor/Fernseher mit uns und die Insel hat einen Stromanschluß... :-D

Es folgen meine Antworten. Leicht ist es nicht, den Kanon der großartigen Filme auf 15 zu reduzieren. Nun gut, hier die 15 Filme mit dem für mich persönlich höchstem Wiedersichtungspotenzial, alphabetisch geordnet, mit einer Entschuldigung an alle Werke, die es nicht auf die Liste geschafft haben.


01.) Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)
02.) Antz (1998)
03.) Bernard & Bianca im Känguruhland (1990)
04.) Contact (1997)
05.) Der dunkle Kristall (1982)
06.) Falsches Spiel mit Roger Rabbit (1988)
07.) Night on Earth (1991)
08.) The Quiet Earth – Das letzte Experiment (1985)
09.) Die Schöne und das Biest (1991)
10.) Der Schatzplanet (2002)
11.) Speed (1994)
12.) Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers (1986)
13.) Terminator 2 – Tag der Abrechnung (1991)
14.) Das Tier (1981)
15.) Wer die Nachtigall stört (1962)

Mittwoch, 26. Februar 2014

Meine Soundtrack Top 10



(Bildidee angelehnt an ERGO)


Es ist an der Zeit, selbst mal etwas in die Blogosphäre einzubringen. Im letzten aufgenommen Stöckchen, Mein Leben in 15 Songs, habe ich ja schon darüber spekuliert, dass, zumindest für mich, eine Liste der Soundtracks meines Lebens ebenso sinnvoll wäre. Denn als Cinephilen begleiten einen natürlich nicht nur einzelne Songs, sondern ganze Klangteppiche aus Filmen durchs Leben und warum sollte man diese nicht auch zu ihrem Recht kommen lassen? Darum präsentiere ich euch heute Meine Soundtrack Top 10, die ich gerne als Stöckchen ins Netz hinauswerfen möchte. Möge es auffangen, wer Lust darauf hat, daran teilzunehmen und vielleicht so wie ich eine Ergänzung zu den Lebenssongs erstellen möchte. Eurer Pingback/Feedback dürft ihr selbstredend gerne in den Kommentaren hinterlassen, ich freue mich auf jeden weiteren Teilnehmer/Kommentator.
Und nun, ohne weitere Umschweife, die 10 Soundtrackalben meines Lebens.

LITTLE SHOP OF HORRORS (1986, Howard Ashman & Alan Menken)
Als Kind bin ich mal in Wohnzimmer gekommen, als mein Vater diesen Film schaute. 12 war ich da noch lange nicht und dementsprechend durfte ich nicht bleiben. Aber die Zeit reichte, um eine singende Pflanze zu sehen. Ich sah diese absolut phänomenale Kreation und hörte einen Auszug aus Feed Me (Git it). Von da an konnte ich es nicht abwarten, endlich alt genug zu sein, um den kompletten Film sehen zu dürfen und als es soweit war, wurde ich nicht enttäuscht. Der kleine Horrorladen ist ein klasse Musical mit tollen Songs. Selbstredend musste ich mir dann auch den Soundtrack kaufen. Der Preisaufkleber befindet sich heute noch auf der CD-Hülle: 17,95 DM habe ich damals bezahlt, viel Geld, wenn man es von seinem Taschengeld bezahlte, aber absolut gerechtfertigt, wenn man bedenkt, wie oft ich das Album angehört habe. Das Roger-Corman-Original kenn ich noch nicht, dafür habe ich Der kleine Horrorladen inzwischen auch auf der Bühne gesehen. Mit der kongenialen Filmversion und Levi Stubbs als Audrey II konnte diese Version aber nicht mithalten.
Als Eindruck hier der Song, mit dem für mich alles angefangen hat. Leider fehlt das Ende, aber man sollte sich den Film ohnehin komplett zu Gemüte führen.




BEAUTY AND THE BEAST (1991, Alan Menken & Howard Ashman)
Mein Respekt und meine Bewunderung für Disneys Die Schöne und das Biest kam erst mit der Zeit, aber sobald ich alt genug war, um über den vergleichsweisen Mangel an Gags hinwegzusehen, hat mich die reine märchenhafte Kraft des Films nicht mehr losgelassen, genauso wenig wie die über allen Zweifel erhabenen Animationen. Und der Soundtrack ist hervorragend, sowohl der Score als auch die an Broadway-Musicals angelegte Songs. Es fällt mir wirklich schwer, da einen Favoriten herauszupicken, die Prolog-Musik ist klasse, ebenso Transformation, der Mob Song geht unter die Haut und der Theme Song kam ja auch schon auf der Top-15-Liste vor. Darum gehe ich an dieser Stelle mit Be Our Guest. Ach ja, frag’s Geschirr, du weißt, das lügt nicht





A GOOFY MOVIE (1995, Carter Burwell, Don Davis & Tevin Campbell)
Ein toller Disneyfilm, den jeder vergessen zu haben scheint, ist Der Goofy Film, die Fortsetzung der TV-Serie Goofy & Max, die schließlich mit Goofy – Nicht zu stoppen ihr Ende fand. Mein 12jähriges Ich war sehr angesprochen von der Geschichte, dem Humor und vor allem der Musik. Die zwei „hippen“ Titelsongs, i2i und Stand Out, gesungen von Tevin Campbell, sind eine wunderbar seltsame Mischung aus 80er und 90er Musik und geben dem Film eine bisschen den Flair von The Breakfast Club und seinem Hit Don’t you forget about me von den Simple Minds. Und auch die von den Charakteren gesungenen Lieder haben ihren Charme, vor allem After Today hat eine ganze Reihe von mal mehr, mal weniger amüsanten Live-Action-Varianten, gedreht von Schülern an US-amerikanischen High Schools und Colleges, auf YouTube nach sich gezogen. Es lohnt sich, da mal eine kleine Recherche zu veranstalten und vor allem Original und „Fälschung“ zu vergleichen. Mein damaliger Favorit aber war i2i und auch wenn es wohl ein Song ist, der die pure Inkarnation des Wortes „cheesy“ ist … ich kann nicht anders als ihn zu mögen. Straft mein 12jähriges Ich dafür.





ANTZ (1998, Harry Gregson-Williams & John Powell)
Antz ist und bleibt bis heute eine meiner größten filmischen Obsessionen überhaupt. Ich hatte gerade Woody Allen für mich entdeckt und da kam eine Verbindung von seinem Humor mit meiner anderen Passion, dem Animationsfilm, gerade recht. Zumal es sehr bemerkenswert ist, wie sehr die Allegorie Ameisenstaat – Menschliche Gesellschaft einen 15jährigen ansprechen kann. Und dann diese Musik in Verbindung mit den Bildern…göttlich. Den Soundtrack wollte ich um alles in der Welt haben und natürlich landete er in meiner Sammlung und unzählige Male in meinen Ohren. Vor allem Track 2, The Colony, mit dem man am Beginn des Films in die Welt des Helden Z eingeführt wird. Andere hervorragende Tracks sind The Antz go marching to war und Weaver and Atzteca flirt. In meinen Augen einer der unterbewertetsten Film und unterbewertetsten Soundtracks überhaupt.





DINOSAURIER (2000, James Newton Howard)
Ach ja, Disneys Dinosaurier. Ich habe vor Ehrfurcht Tränen in den Augen gehabt, als der Trailer vor Toy Story 2 im Kino lief. Diese Bilder von Dinosauriern in ihrer „natürlichen Umgebung“, das hat mich schon sehr überwältigt. Der Film selbst ist dann ja eher … mäßig. Die Animationen sind grandios, aber warum man die Dinos immer sprechen lassen muss und die Plots auch immer nur In einem Land vor unserer Zeit recyceln… keine Ahnung. Der kürzlich gefloppte Dinosaurier – Im Reich der Giganten scheint ja genau den gleichen Fehler begangen zu haben. Nach allem, was man so hört, sogar noch ein paar Stufen furchtbarer als dieser Film. Nun gut, immerhin hatte dieser Film einen epischen Soundtrack und auch wenn ich ihn nicht mehr so klasse finde wie damals würde ich mich doch schlecht fühlen, ihn nicht auf der Liste zu haben. Ein hörenswerter Soundtrack zu einem Film, der ihn nicht verdient hat. Als Beispiel der Track Across the Desert. Ja, was passiert da wohl im Film…?





RED PLANET (2000, Graeme Revell & diverse Interpreten)
Noch so ein Beispiel für einen Film, der selbst  nicht so toll ist wie sein Soundtrack. Red Planet ist ein recht unterhaltsamer, aber müßiger B-Film, soweit ich mich erinnere. Aber das dazugehörige Album mit Peter Gabriel, Emma Shapplin, Sting und einem schönen Score von Graeme Revell ist Balsam für meine Ohren. Am allerseltsamsten aber ist, dass mit der Remix von The Tower That Ate People ausnehmend gut gefällt, obwohl er so viele Elemente hat, die mir sonst gar nicht zusagen. Aber gut, hier funktioniert es und das Album passt perfekt zu der angestrebten, aber nie ganz erreichten Atmosphäre des Films. Ich erinnere mich aber, dass es kurioserweise perfekt zu den Effekten passte. Macht das Sinn? Vielleicht, vielleicht auch nicht.





TREASURE PLANET (2002, James Newton Howard & John Rzeznik)
Der Titelsong dieses Films kam ja schon in der 15 Songs-Liste vor, aber ich mag das komplette Album. Wahrscheinlich hört jemand, der nicht so vernarrt in den Film Der Schatzplanet ist, hier nur einen netten, aber gängigen Disney-Score, aber mich transportiert James Newton Howards Musik genauso zurück in die Welt von Jim Hawkins wie es der Song I’m Still Here von John Rzeznik tut, als gute und schlechte Zeiten noch so verdammt nah beieinander lagen.





THE VILLAGE (2004, James Newton Howard & Hilary Hahn)
Okay, das letzte Mal James Newton Howard, ich verspreche es. War mir vorher gar nicht klar, dass er so oft auf meiner Liste auftauchen würde… The Village – Das Dorf lebt in meinen Augen ohnehin sehr von seiner Musik, die die Atmosphäre perfekt mitgestaltet, als beispielsweise von dem in meinen Augen etwas forcierten Twist am Ende. Alle haben sich über das „normale“ Ende von Signs – Zeichen aufgeregt, also musste auf Teufel komm raus etwas anderes her. Aber inzwischen hat M. Night Shyamalan ja ohnehin jede Glaubwürdigkeit verloren, darum kann man The Village als seinen letzten ansehbaren Film wohl stehen lassen. Denn, wie gesagt, er hat diesen wunderschönen, melancholischen Soundtrack mit der tollen Violinistin Hilary Hahn. Es ist auch immer schön, wenn ein Soundtrack auch vollkommen allein, ohne den dazugehörigen Film, stehen kann.





HAPPY FEET (2006, John Powell)
Ich meine nicht den „eigentlichen“ Soundtrack mit den gängigen Songs, für mich ist der Score von John Powell um Längen besser. Happy Feet ist ja ohnehin ein Film, der schnell unterschätzt wird. Tanzende, niedliche Pinguine und das war es? Weit gefehlt, die Story beinhaltet so viel mehr und besonders ansprechend finde ich den tief verwurzelten Wunsch nach artenübergreifender Kommunikation. Denn darum geht es eigentlich: wie könnten sich Spezies‘ auf der Erde verständigen, wenn sie eigentlich keine gemeinsame Kommunikationsbasis haben? Wer nur für die Showeinlagen kommt, der wird mit sehr viel mehr bereichert als „nur“ beschwingt tanzenden und singenden Vögeln. So viel dazu. Hinzu kommen noch hervorragende Bilder, die souveräne Regie von George Miller (der Schöpfer von Mad Max weiß halt, wie man Action inszeniert und wie eine Sequenz komponiert sein muss, um den maximalen Effekt zu erreichen) und der ehrfurchtsgebietende Soundtrack. Um an den Score zu kommen, habe ich zum ersten Mal einen Kauf über den Amazon Marketplace in Amerika getätigt. Was hat sich das gelohnt.





GRAVITY (2013, Steven Price)
Dies ist die Musik, die einem meiner Professoren sicherlich Schmerzen verursacht. Überwältigungsmusik, igitt… Aber ehrlich gesagt ist mir das egal. Ich bin zwar auch der Meinung, dass man nicht jede freie Minute mit Musik zukleistern sollte und Filme, die ihren Score sehr bewusst und akzentuiert einsetzen zu beglückwünschen sind, aber wenn man 90 Minuten zusammen mit Sandra Bullock am Rand des Überlebens gehangen hat, ist das wohl herzlich egal. Zumal die Musik in Gravity auch oft die Funktion von Geräuschen übernimmt, was einen hübschen Effekt ergibt. Mein Lieblingstrack aber ist das Finale: back to earth, glad to be alive. Ich war echt fertig, nachdem ich Gravity gesehen habe, auch und gerade wegen des perfekt zum Film passenden Soundtracks.





Und das waren sie, die zehn Soundtracks, die ich immer wieder hören kann. Nicht auf die Liste geschafft haben es Alien Autopsy, Night on Earth, Beowulf, Kammerflimmern, Werner – Das muss kesseln!!! und Titan A.E. Und natürlich all die Soundtracks, die ich noch entdecken muss.