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Donnerstag, 23. Januar 2014

Vergessene Medienperlen: Die Falltür



Man weiß, dass etwas rar ist, wenn sich das deutschsprachige Internet darüber weitestgehend ausschweigt. Die Deutschen sind ein eifriges Völkchen, was das World Wide Web angeht und deshalb ist es durchaus erstaunlich, dass man zur heutigen Medienperle kaum Informationen findet. Objekt der Begierde ist diesmal die Stop-Motion-Animationsserie Die Falltür, von der 1984 in Großbritannien zunächst 25 Folgen á ca. 5 Minuten Laufzeit produziert wurden. Nachdem die Show sich als Erfolg erwies, wurden 1986 15 weitere Episoden nachgeschoben. Trotz des Erfolges auf der Insel wurden nie mehr als diese 40 Folgen produziert und der sich als unersetzbar gezeigte Sprecher der Serie, Willie Rushton, starb nur zehn Jahre später, was wohl auch seinen Teil dazu beigetragen hat, dass Die Falltür nie für eine Neuauflage in Betracht gezogen wurde.

 Deutsche Titelcard zur Serie. Man beachte auch das alte Super RTL-Logo.

Doch um was geht es überhaupt in der Serie? Berk ist ein blaues, gutmütiges Wesen, das mit einem sprechenden Totenkopf namens Boni und einer quirligen Spinne namens Trudi in einem Schloss „dort, wo sich nie ein Sterblicher hinwagt“ lebt. Berk ist der Diener des „Wesend von oben“, dessen Abscheulichkeit so groß ist, dass man es innerhalb der Serie nie wirklich zu Gesicht bekommt. Doch meistens ist es nicht der raue Ton seines Herrn, der Berk Schwierigkeiten macht, sondern die Monster, die unterhalb der Falltür lauern, die im Hauptsaal des Schlosses im Boden eingelassen ist (warum überhaupt, erfährt man ebenfalls nie). Manche von ihnen sind nur lästig, andere, wie den dumpfen Roggi, könnte man sogar als Freunde bezeichnen, wieder andere aber sind gemeingefährlich. So muss Berk also 40 Folgen lang mit den Schrecknissen fertig werden, die aus dem Schattenreich zu ihm hinauf klettern.


Die Animationen und die variantenreichen Einfälle, die die Schöpfer der Serie, Terry Brain & Charles Mills, auf den Zuschauer loslassen, sind bemerkenswert. Die Möglichkeiten, in jeder Episode ein neues Monster aus der Welt unterhalb der Falltür entsteigen zu lassen, führten ganz offensichtlich zu diversen kreativen Schüben und oft ist es ebenso erstaunlich, wie viel Handlung man in fünf Minuten unterbringen konnte.

 Berk & Boni

 Ein Beispiel für eins der Monster aus der Falltür.

Die Serie ist inzwischen bereits seit Jahren auf DVD erhältlich, allerdings nur in der englischen Originalfassung. Auch wenn dies Puristen wohl kaum stören dürfte, ist die deutsche Variante von Die Falltür aber auch eine Erwähnung wert. Ausgestrahlt wurden die 40 Episoden in der Frühzeit des Senders Super RTL, als Füllmaterial zwischen den Disney-Zeichentrickserien. Besonders bemerkenswert war dabei die in Spielfreude sogar das Original übertreffende Synchronisation. Zu hören waren Dieter B. Gerlach als Berk und Andreas von der Meden als Boni. Gerlach zeichnet sich inzwischen für das Dialogbuch und die –regie bei der TV-Serie Dr. House aus, während von der Meden den meisten als David Hasselhoff, Kermit der Frosch oder Skinny Norris/Chauffeur Morton in Die drei ??? besser bekannt sein dürfte. Hasselhoff als nörgelnden Totenkopf zu sehen, das hat einen ganz eigenen Charme.

"Beweis" aus dem deutschen Abspann der Serie: Sie waren wirklich dabei.

Doch wo sind all die digitalisierten Erinnerungen an diese Serie hin, besonders an ihre synchronisierte Variante? Die Serie im Original auf YouTube zu finden ist keine große Kunst, aber Ausschnitte aus der deutschen Fassung, geschweige denn ganze Episoden mit dem Timbre von Gerlach und von der Meden sind bisher nicht an die Weboberfläche gespült worden. In Zeiten, in denen kaum noch Programmzeit für Dinge unter 25 Minuten übrig bleibt, erscheint es zudem fraglich, ob Die Falltür jemals wieder auf den deutschen Bildschirmen zu sehen sein wird. Zu wünschen wäre es der Serie, denn sie ist ein unterhaltsames Kleinod der Stop-Motion-Animation. Als endgültigen Beweis hier noch die erste Episode der Serie, Breakfast Time:


Donnerstag, 28. November 2013

The Bear & The Hare

Es geht mit großen Schritten auf Weihnachten zu, das dürfte niemandem entgangen sein. Und da am Sonntag der erste Advent ist, möchte ich euch dieses VIMEO-Fundstück nicht vorenthalten. Dies ist ein perfektes Beispiel für gelungene Werbung, dafür, dass handgezeichnete Animation nicht tot ist und für was weiß ich alles noch. Vor allem ist es auch eine technische Meisterleistung, die mich zutiefst fasziniert. Die Macher waren auch so freundlich, die aufkommenden Fragen in einem Making-Of zu beantworten, dass ihr unter dem eigentlichen Film findet.

Habt eine schöne Vorweihnachtszeit!



John Lewis - The Bear & The Hare from Blink on Vimeo.



John Lewis 'The Bear & The Hare' - The Making Of from Blink on Vimeo.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Ray Rules!






In meinem Abschlussfilm Der Schrottplatz habe ich an der Wand, die vom Postboten zu Beginn passiert wird, einen Insidergag versteckt. Auf der Wand steht „Ray Rules!“ geschrieben. Die nicht-Stop-Motion-affinen Zuschauer werden es wohl nicht bemerken, aber vielleicht hat es der ein oder andere aus dem anderen Lager verstanden: dies war eine kleine Hommage an Ray Harryhausen, jenem Stop-Motion-Genie, dessen Werk A Century of Stop Motion Animation mir bei der Arbeit an meinem Film half und dessen Arbeit auch heute noch zu den beeindruckensten Dingen gehört, die man im Film sehen kann. Wer erinnert sich beispielsweise nicht an den ikonenhaften Kampf zwischen Mensch und Skelett in Jason und die Argonauten? Oder die sinistre Erscheinung der Medusa in Kampf der Titanen? Und wie leb- und lieblos wirkte das Remake von letzterem Film gegenüber dem Original von 1981.







Das einzige, dass man Harryhausen vorwerfen könnte: er war zu gut. Hand aufs Herz: wer interessierte sich in den Filmen, an denen er mitwirkte, denn wirklich für die menschlichen Protagonisten? Natürlich, sie mussten gegen Rays Monster kämpfen und als Sieger hervorgehen, aber unsere Sympathie lag immer bei den Kreaturen.

Mit Ray Harryhausen hat die Welt eine weitere große Figur verloren. Man könnte sagen, 92 ist auch kein Alter für jemanden, der derartig zeitlose Dinge auf die Leinwand zauberte. 
Danke für die Wunder, Ray, und danke für die endlose Inspiration, die du mir und vielen, vielen anderen Creature Feature-Fans gegeben hast. „I'll take clay skeletons over Jar-Jar any day“, schreibt eine Kommentatorin unter den Nachruf bei IMDB. Mehr muss kaum gesagt werden.

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Nachruf auf Inside Movies

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Es ist Kunst! - Ja, verdammt!

Bildquelle: Pixarblog

Am vergangenen Samstag, quasi um die Aufnahme von Der Schrottplatz in die offizielle Selektion des vierten Montrealer Stop-Motion Film Festivals zu feiern, haben meine Frau und ich die noch bis zum 06. Januar 2013 in der Bonner Bundeskunsthalle zu sehende Ausstellung PIXAR - 25 Years of Animation besucht. 
Was soll ich sagen? Hervorragend! Ich bin ja auch ein Fan von Art of...-Büchern und die gesamte Ausstellung ist im Grunde so etwas. Keine interaktiven Inhalte, keine Filmausschnitte (wenn man mal von der Illustrierung der einzelnen Arbeitsschritte beim Entstehen einer Sequenz absieht -- aber die kennt man als geneigter Fan ja ohnehin bereits von diversen DVD-Extras), nur ein sehenswertes Toy Story Zoetrop und ein etwas langatmiges Artscape, ansonsten: Skizzen, Scribbles, Color Sheets, Modelle und noch mehr Skizzen. Das sich unter solchen anwendungsbezogenen Gebrauchsdingen auch echte künstlerische Schätze verbergen können, sollte klar sein. Ist es aber nicht. PIXAR in der Bundeskunsthalle, dieser Umstand muss sich scheinbar ständig verteidigen. Es ist das alte Lied von der Frage, ob Kino für die Massen künstlerisch wertvoll sein kann und da PIXAR ausschließlich Trickfilme produziert, wird das Lied umso lauter gespielt. Kein Artikel, sei er auch noch so positiv, kommt da herum (und ich schließe mich gar nicht aus, schließlich schreibe ich ja nun auch darüber).
So liest man beispielsweise in epd Film:
"Nachdem sie mit TOY STORY 1995 ihr Langfilmdebüt gaben, galten die Burbanker Pixar-Studios als ein merkwürdiger Sonderfall in Hollywood. Sie produzierten Filme, die, unter dem Deckmäntelchen der Animation, nicht nur für klingende Kassen sorgten, sondern auch noch bei Kritikern regelmäßig Bestnoten absahnten." (Alexander Gajic: Es ist Kunst!, epd Film 9/10, S. 10)
Deckmäntelchen ist ein furchtbares Wort, impliziert es doch, dass man immer noch überrascht sein muss, wenn Filme ohne reale Schauspieler mehr sind als Kinderunterhaltung und auch Kritiker - o Gott! - sie mögen und feiern können. Man fühlt sich an die Diskussionen in den 70ern erinnert, ob Horrorfilme gut, künstlerisch wertvoll und von Kritikern empfohlen werden könnten. Der weiße Hai ist heute ein anerkannter Klassiker. Damals hätte man sich lieber die Zunge abgebissen als zuzugeben, dass es sich bei diesem sowohl bei Publikum als auch Kritikern beliebten Film um einen schnöden Horrorfilm handelte. Oder dass in Filmen wie Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt auch ruhig blutig geschockt werden durfte, ohne dabei gleich jeglichen Anspruch zu verlieren (all diese Infos habe ich aus Jason Zinomans wunderbaren Buch Shock Value, dass ich jedem Filmfan als kurzweilige Lektüre nur ans Herz legen kann). Nichts anderes illustriert das dezente Wundern, dass versteckte Rechtfertigen, dass etwas wie PIXAR in der Kunsthalle des Bundesrepublik Deutschland ausgestellt wird, ohne dabei zu einer Familien- oder gar Kinderveranstaltung zu werden (epd-Autor Gajic berichtet von gelangweilten Kindern und auch ich kann hier nur betonen, dass die Ausstellung mit seinem klassischen Museumskonzept deutlich auf ein erwachsenes Publikum abzielt). Schon ein Titel wie Es ist Kunst! ist ein Ausruf der versteckten Rechtfertigung.
Natürlich produziert PIXAR Kunst, natürlich bieten viele animierte Filme weitaus mehr als "nur" Kinderunterhaltung und vielleicht kommt irgendwann die Zeit, wenn sich der animierte Film nicht mehr dafür rechtfertigen muss, welche Kunstform man für die Erzählung der jeweiligen Geschichte gewählt hat. Also, auf nach Bonn und das sehen, worüber sich das Feuilleton so wundert: Dass die Entstehung eines animierten Films etwas mit Kunst zu tun hat. Diese Botschaft zu verbreiten ist eine wichtige Angelegenheit, denn sogar während meines Studiums, in einer Umgebung also, in der man klischeehaft annehmen sollte, dass solche Vorurteile einen schwereren Stand hätten, musste ich mich für die gewählten Ausdrucksform rechtfertigen. Animation ist sehr viel mehr, als sich die meisten Menschen auch nur vorstellen können und die Bundeskunsthalle tut ihr Bestes, diesen Horizont zu erweitern. Dankeschön!

Dienstag, 25. September 2012

BuSho 2012

Flitterwochen sind offenbar kein Grund, auf filmische Erlebnisse zu verzichten. So ergab es sich, dass meine Frau und ich während unseres Aufenthaltes in Budapest das achte Budapester Short Film Festival (BuSho) besuchten, dass eine beachtliche Anzahl von meistens doch durchaus sehenswerten Filmen präsentierte, und das alles im Vörösamarty Cinema, einer nostalgischen, charmanten Einrichtung mit gerade einmal zwei Kinosälen.
Aufgrund der schieren Masse an Angeboten (wenn man gewollt hätte, hätte man an vier Tagen von 13 bis 23 Uhr fast durchgängig Kurzfilme ansehen können) konnten wir natürlich nicht alles sehen, aber einige Highlights möchte ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten und habe mein bestes gegeben, die betreffenden Filme auch frei im Internet zu finden.

OUT OF ERASERS (Erik Rosenlund, Schweden/Dänemark)
Gewinner des Spezialpreises der Studentenjury 2011. Hier findet ihr die offizielle Seite, im Netz gibt es leider nur einen Ausschnitt (der es dafür aber in sich hat).


ARIADNE'S THREAD (Attila Bertóti, Ungarn)
Gewinner des Preises als bester Animationsfilm 2011. Ich mag den Stil, das Was wäre, wenn...-Spiel und natürlich, dass der Film so effektiv gleichzeitig spannend, cool und witzig ist.


THE IDIOT (Francois Paquay, Belgien)
Beste Comedy 2011. Ein bisschen Die Frauen von Stepford gemixt mit Spuk von Draussen...

The Idiot / Le Con from Imagine-Production.be on Vimeo.

FINALE (Balázs Simonyi, Ungarn)


PICNIC (Gerardo Herrero, Spanien)


ZOMBIEFICATION (Stefan Lukacs, Österreich)


LUCILLE (Albert Pintó, Spanien)
Leider ohne Untertitel, aber ich denke, es wird auch so klar.


DIRTY FRIDAY (Adrián Miguel Delgado, Spanien)
Im Netz findet sich nur der Trailer:


PLAYING WITH DEATH (Paul Urkijo, Spanien)

JUGANDO CON LA MUERTE/ PLAYING WITH THE DEATH by Paul Urkijo Alijo from Paul Urkijo on Vimeo.

A DIFFERENT PERSPECTIVE (Chris O'Hara, Irland)
Leider gibt es auch hier nur einen Trailer zu bewundern. Solltet ihr irgendwie in den Genuss kommen können, dieses Kleinod zu sehen -- tut es!
"A Different Perspective" Trailer from Chris O'Hara on Vimeo.


SCRABBLED (Fridolin Piltz, Deutschland)
Scrabbled from Fridolin Piltz on Vimeo.

BRANDT RHAPSODIE (Francois Avril, Frankreich)
Hier gilt der gleiche Kommentar wie bei A Different Perspective...
Brandt Rhapsodie - Excerpt from Tristan Menard on Vimeo.

NIGHT (Csilla Zsély, Ungarn)

Night from Csilla Zsély on Vimeo.

PRORA (Stephane Riethauser, Schweiz)
Wieder mal nur ein Trailer für einen genial fotografierten Film.
Prora (Teaser) from Stéphane Riethauser on Vimeo.

DROWNED (Juan Marcio Migliorisi, USA)
Einbetten funktioniert hier leider nicht, aber den kompletten Film kann man legal hier sehen:
http://www.seeflik.com/drowned

FRUIT JARS - A RATHER FRUITY TIME LAPSE (Mark Rigler, UK)

Fruit Jars - a rather fruity time lapse from Mark Rigler on Vimeo.

EARTHMOVING - A SIERRA ZULU PREQUEL (Johannes Grenzfurthner, Österreich)
EARTHMOVING: A Sierra Zulu Prequel (by monochrom) from monochrom on Vimeo.

A TALL TALE (Stephen Middleton, UK)
Schon wieder ist das einbetten nicht möglich, aber diese Webseite lässt euch den Film trotzdem ansehen:
http://www.dandad.org/talent/portfolios/221/stephen-middleton/16752/a-tall-tale

SWING OF CHANGE (Harmony Bouchard, Andy Le Cocq, Joakim Riedinger, Raphael Cenzi, Frankreich)

Swing of Change from Swing of Change on Vimeo.

Und last but not least muss ich hier unbedingt die Werbetrommel für den wunderbaren Film I remember you (Muistan Sinut) von Marko Pekkanen aus Finnland rühren, der leider weder als Trailer geschweige denn als kompletter Film im Netz zu finden ist. Bisher lief er aber auch erst auf zwei Festivals, also haben wir eine Chance, dass er in näherer Zukunft noch mehr an die Öffentlichkeit gerät. Verdient hätte er es.

Freitag, 13. Juli 2012

Der Schrottplatz - Jetzt auch online

Nun ist es soweit, eine Woche nach seiner Premiere im Rahmen der Werkschau an der FH Bielefeld ist mein Abschlussfilm nun auch online einsehbar. Viel Spaß an alle, die ihn nicht mit Popcorn und in Anwesenheit von Cast & Crew vom 06. bis 08. Juli sehen konnten. :-)


Der Schrottplatz (The Junk Yard) from Paranoyer on Vimeo.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Der Schrottplatz

Mein B.A.-Abschlussfilm ist fertig. Ächz. Und nein, er wird noch nicht auf Vimeo veröffentlicht. Wer ihn sehen will, kann an diesem Wochenende in der FH Bielefeld, Lampingstraße 3 vorbeikommen:
Freitag: 18 - 22 Uhr
Samstag: 11 - 18 Uhr
Sonntag: 11 - 17 Uhr

Noch nicht überzeugt? Hier der Trailer:


Der Schrottplatz - Trailer from Paranoyer on Vimeo.


Ich freue mich über Besuch! :-)

Freitag, 23. März 2012

TrickReich auf 3sat

Schon wieder so eine Verkettung von kleinen Ereignissen. Vor kurzem war ich im Bahnhofsbuchhandel auf der Suche nach einer TV-Zeitschrift, die auf befriedigende Weise auch Sender wie ZDF neo und Eins Extra abdeckt, d.h. das gesamte Programm aufzeigt und nicht nur ab ca. 17 Uhr (Notiz: Ich wurde nicht fündig). Dabei blätterte ich auch durch die Ausgabe 01/2012 von 3sat - TV- und Kulturmagazin, auf dessen letzter Seite ein Ausblick auf das heute erschienende Heft gegeben wurde und siehe da: "Nächstes Mal gibt es einen Ausblick auf die Reihe TrickReich im Mai 2012." Wie der Name (und die Erwähnung in diesem Blog) schon erahnen lässt, handelt es sich dabei um eine Auswahl von ungewöhnlichen Animationsfilmen. 2010 hatte der Sender bereits einen solchen Querschnitt im Programm, der leider an mir vorbeiging. Heute morgen besorgte ich mir also ein druckfrisches Exemplar des 3sat-Magazins und war auch positiv überrascht, dass Andreas Platthaus es sich nicht hat nehmen lassen, einen Artikel zum Thema zu schreiben. Und ich hoffe, er nimmt es mir nicht übel, wenn ich ihn zitiere, denn die Dinge in Sachen Animationsfilm so schön auf den Punkt zu bringen ist eine seiner großen Stärken.

"'Anime' lautet das japanische Wort für Trickfilm. Es leitet sich vom englischen 'animation' ab - Belebung. Und genau das macht den Zauber des Trickfilms aus: dass wir unseren Augen nicht trauen wollen, weil das, was wir da sehen, so echt erscheint, obwohl wir doch wissen, dass es künstlich ist. Ein paar gezeichnete Linien, ein wenig Farbe dazu und das Ganze 24-mal in der Sekunde vorgeführt - und schon meinen wir, dass unsere Welt größer geworden ist. Und in der Tat, so ist es."
(Quelle: 3sat - TV- und Kulturmagazin, 2/2012, S.14)

Danke dafür. Der Rest des Artikel ist natürlich auch sehr lesenswert und das Heft auch nicht teuer.
So, genug der kostenlosen Werbung, kommen wir zum Kern der Sache: dem Programm, welches uns ab dem 02.05. auf 3sat erwartet. Besonders Mary & Max wünsche ich natürlich einen Marktanteil von mindestens 99%, aber auch der Rest kann sich sehen lassen.

Mittwoch, 02.05.2012, 22:25 Uhr
SUMMER WARS


Donerstag, 03.05.2012, 22:25 Uhr
SITA SINGS THE BLUES


Freitag, 04.05.2012, 22:25 Uhr
MARY & MAX - ODER SCHRUMPFEN SCHAFE, WENN ES REGNET?


Samstag, 05.05.2012, 16:15 Uhr
KIRIKU UND DIE WILDEN TIERE


Samstag, 05.05.2012, 22:15 Uhr
THE GREEN WAVE


Sonntag, 06.05.2012, 17:15 Uhr
DER KLEINE EISBÄR 2 - DIE GEHEIMNISVOLLE INSEL
Hier gibt es tatsächlich keinen YouTube o.ä. Link. Wer trotzdem eine Vorschau sehen will, der klicke hier.

Sonntag, 06.05.2012, 20:15 Uhr
DIE ROTKÄPPCHEN-VERSCHWÖRUNG


Sonntag, 06.05.2012, ab 1:35 Uhr
ANIMATIONSFILMNACHT
Was wir da genau zu erwarten haben, darüber schweigt sich 3sat bisher aus. Das Heft erwähnt lediglich Idiots & Angels, Chainsaw (Kurzfilm) und Blood Tea and Red String.





Da alle drei Filme bereits beim TrickReich 2010 liefen vermute ich mal eine Art Best-Of. Im günstigsten Fall natürlich noch mehr Wiederholungen für alle, die es verpasst haben. Ich hätte ja gesteigertes Interesse an dem Kennwort Kino-Beitrag.
Wie auch immer, der Mai wird für Trickfilmfreunde wahrlich ein Wonnemonat.

Donnerstag, 22. März 2012

Brave in Japan

In einer globalisierten (Internet-)Welt ist es kein Problem, die Trailer anderer Länder zu begutachten. Und so schnekt und Japan (in Verbindung mit Upcoming Pixar) eine epischen Trailer für Brave, der die US- bzw. internationalen Versionen in den Schatten stellt. Man darf weiterhin gespannt sein.

Mittwoch, 21. März 2012

MC Skat Kat

Eine wahrlich interessante Verkettung von Ereignissen:
Da will man anhand des Amazon-Vorhörservice hören, welche Best Of-Alben von 80er-Bands á la Midnight Oil, Talk Talk & Tears For Fears man sich irgendwann für schmales Geld zulegen könnte, stößt bei der Recherche auch auf Paula Adbul und denkt bei dem Song Opposites Attract sofort, dass sich dieser gut für ein animiertes Musikvideo eignen würde. Eine kurze Recherche und es zeigt sich: Auf die Idee ist schon jemand vor mir gekommen. Was heißt jemand, die offizielle Vermarktungsmaschine hinter Paula Abdul.


Paula Abdul Opposites Attract von lucile18

Wieder mal so ein Beispiel dafür, dass man als Mensch nur schwer gegen Toons anspielen kann, da ihre Bewegungen schlicht überlebensgroß daher kommen. Wer nun denkt, dass damit die Geschichte vorbei wäre, sieht sich getäuscht. Der Kater, der Paula nachstellt, hörte auf den Namen MC Skat Kat und wurde immerhin so populär, dass er in zwei weiteren Musikvideos auftrat und ein eigenes Album auf den Markt brachte. Die erste und einzige Singleauskoppelung daraus war Skat Strut und bekam ein vollständiges Video:



Der zweite Versuch, Big Time, blieb unvollendet und kann trotzdem dank der Wunder von YouTube heute noch in seiner ganzen Rough-Animation-Schönheit bewundert werden:



So, genug Animationsgeschichte für heute, liebe Kinder. Das Wetter ist so schön, geht draußen spielen! :-)

Ob Philip stolz wäre?

Nun wäre auch die letzte Prüfung vor dem B.A. geschafft und ein weiterer Film kann bewundert werden.
Diesmal habe ich eine bereits existierende Geschichte verfilmt ... sozusagen. Die Kurzgeschichte Die elektrische Ameise aus dem Jahr 1969 des großartigen Autors Philip K. Dick stand Pate, ich habe die Grundelemente der Handlung genommen und ein Monologbuch geschrieben, illustriert von einer Animationstechnik, die bereits Kaffeepause zugute kam. Der Film kam gut an, ich bin froh, dass ich heute mal die Füße hochlegen kann (und Muße habe, meinen Schreibtisch aufzuräumen) und nun kann es mit großen Schritten Richtung Abschlussfilm gehen.

Dienstag, 13. März 2012

Moebius auf dem Weg zum Herrscher der Zeit

Auch auf die Gefahr hin, dass mein Blog zu einer Art Schaufenster des Todes wird, aber Andreas Platthaus hat in der gestrigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung uns alle darauf hingewiesen, dass Jean Giraud, auch bekannt als Moebius, am 10.03.2012 verstorben ist.
Ich will gar nicht viele Worte verlieren, Platthaus macht das in seinem Nachruf mehr als gut und gibt einen hervorragenden Überblick über Moebius' Werk und Leben, dass mit relativ wenig Worten relativ viel Lust aufs (Neu-)Entdecken des französischen Comiczeichners und Designers macht (ich muss unbedingt endlich Blueberry lesen).
Was mir berufsbedingt zu kurz kam ist der Hinweis auf sein Mitwirken an dem abendfüllenden Zeichentrickfilm Herrscher der Zeit, einem jener Trickfilmbeispiele die zeigen, zu was Animation inhaltlich und ästhethisch in der Lage ist, wenn man sich nicht den gängigen Statuten beugt.



Auf Wiedersehen, Moebius.

Donnerstag, 23. Februar 2012

FH-Filme: Eine Retrospektive

...zumindest kommt es mir so vor, wenn ich bedenke, dass Cousins der letzte Film war, den ich hier einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt habe. Es ist ja nicht so, dass ich seitdem gänzlich unproduktiv gewesen wäre. Darum hier meine Prüfungsergebnisse der letzten Semester.

GREY MATTER (WiSe 2010/2011)


THE ROOM (WiSe 2010/2011)


ONE MINUTE SHOW - A LIP SYNC TEST (Hausarbeit, SoSe 2011)


KAFFEEPAUSE (SoSe 2011)


THE OWLY BIRD (SoSe 2011)


Bald mehr aus dem Wintersemester 2011/2012 und dann im Sommer - hoffentlich - meinen Abschlussfilm...

Dienstag, 4. Januar 2011

2010 // Rückschau

Eigentlich müsste ich ja arbeiten ... aber das hier muss ich erstmal aus meinem Hirn kriegen, bevor es weitergehen kann.

Zu allererst: Frohes neues Jahr an alle Leser dieses Blogs (alle beide oder so)! Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Zeit und 2011 hat erstmal geruhsam angefangen (trotz neuer Schweinegrippenfälle -- das "Winterchaos" ist wohl als Meldung für BILD & Co. nicht mehr hip genug).
Wie das immer so ist, komme auch ich nicht um Top-Listen für das vergangene Jahr herum. Und da ihr das Kino und speziell die Trickfilme in selbigem wahrscheinlich genauso liebt wie ich, werde ich hier mal gnadenlos subjektiv und präsentiere euch meinen Countdown der Animationsfilme, die ich im vergangenen Jahr 2010 gesehen habe und die in diesem Jahr auch in die deutschen Kinos kamen. So ist Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen auch dabei, obwohl er eine 2009er-Produktion ist, hierzulande aber Ende Januar 2010 erst das Licht der Leinwand erblickte. Alles klar? Alles klar! Hier also zum Ersten alle Trickfilme, zu denen ich etwas sagen kann, in umgekehrter Reihenfolge (meine Top 1 steht folglich am Schluss).

11 // FÜR IMMER SHREK
Besser als Teil 3 dank einer neuen, durchaus sehenswerten Facette in Shreks Psyche, aber anonsten eher Gag-lahmer Abgesang für eine Serie, die hiermit ganz offiziell zwei Filme zu viel andauerte. Ganz okay, aber insgesamt meiner Meinung nach der schwächste Animationsfilm in diesem Jahr.

10 // DIE LEGENDE DER WÄCHTER
In Deutschland um satte drei Minuten gekürzt, ist dieses Fantasy-Action-Spektakel ein Fest für die Augen (abgesehen von den nervigen Slow-Motion-Aufnahmen). Das Studio ANIMAL LOGIC hat mal wieder ganze Arbeit geleistet. Inhaltlich eher vorhersehbar kann der Film seinem eigenen Trailer nicht das Wasser reichen. Dort hat mich die pure Schönheit der Bilder in Verbindung mit dem Song Kings and Queens von 30 Seconds to Mars zu Tränen gerührt. Der Film selbst schafft dies leider nicht. Trotzdem, eine Augenweide!

09 // RAPUNZEL - NEU VERFÖHNT
Disneys 50. abendfüllender Trickfilm geht auf Nummer Sicher. Etwas zu sehr. Die Songs sind bis auf ein, zwei Ausnahme furchtbar (aber zum Glück bereits Sekunden nach ihrem Ende vergessen) und inhaltlich ist das ganze Unterfangen erstaunlich überraschungsarm. Dafür ist der "Look & Feel", der die Wärme handgezeichneter Animation auf Computerbilder übertragen sollte, durchaus gelungen und auch die Gags sind überzeugend. Als Film an sich sehenswert, als großes Projekt zum Jubiläum bleibt er hinter den Erwartungen zurück.

08 // DER FANTASTISCHE MR. FOX
Sperrig, spleenig und schlicht und ergreifend grotesk -- ein Trickfilm, an dem Erwachsene sehr viel mehr Freude haben werden als die Kinder, die ihn mitanschauen. Lief zurecht hauptsächlich in Arthaus-Kinos und zeigt, dass handgemachte Animation und Effekte (der Rauch aus Watte ist schlicht genial) jeder noch so tollen Computeranimation das Wasser reichen können. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack und manchmal vielleicht etwas zu abgedreht, aber nichtadestotrotz ein kleines Erlebnis.

07 // #9
Postapokalyptischer Actionfilm mit beseelten Stoffpuppen. Ähm, ja. Funktioniert aber erstaunlich gut, auch wenn auch hier der Trailer etwas besser als der fertige Film daher kam. Sehr viel Action, eher auch Archetypen bauende Charakterisierung. Dafür wagt der Film sehr viel und bewegt sich für einen westlichen Animationsfilm sehr weit von den manchmal ja schon als naturgegebenen angesehenen Konventionen des Trickfilms fort.

06 // WOLKIG MIT AUSSICHT AUF FLEISCHBÄLLCHEN
Eine der ganz großen Überraschungen des Jahres, von dem es durchaus einige gab. Trotz des Titels und der seltsamen Prämisse ein ungemein witziger, flott animierter Film mit einem (in Deutschland leider nicht erhältlichem) Score, der in seiner monumentalen Ernsthaftigkeit erstaunlich gut zu dem hauptsächlich auf Spaß angelegten Bildern passt. Gebt dem Film eine Chance, er hat es wirklich verdient!

05 // ICH - EINFACH UNVERBESSERLICH
Ein Film mit dem Herz am rechten Fleck und ein erstaunlicher Hit. Allein in den USA hat er fast sein gesamtest Budget gleich am Startwochenende wieder eingespielt. Momentan steht er bei über 250 Millionen Dollar Einspielergebnis - nur in den Staaten. Also nicht nur ein inhaltlich und ästhetischer, sondern auch ein großartiger finanzieller Einstieg für Illumination Animation aus Frankreich auf die Bühne der weltweit agierenden Trickfilmstudios.

04 // MEGAMIND
Noch so eine Überraschung. Grandios witzig, wunderbarer Retro-Soundtrack, verbessertes Monsters Vs. Aliens-Design, eine sich zur Abwechslung mal natürlich anfühlende Lovestory und ein unterhaltsamer und sehr expressiver (Anti-)Held. Existenzialistische Elemente gibt es als Dreingabe. Megamind hat den dritten Platz nur um Haaresbreite verfehlt.

03 // DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT
Von der Intention episch, von der Animation grandios und vom Humor erfrischend, ist dies DreamWorks' zweiter guter Film in diesem Jahr (siehe Platz 4). Auch wenn der deutsche Titel gegen das Original (How to train your dragon) nicht ankommt, ist dies eine weitere Überraschung in dem an eben diesen nicht armen 2010.

02 // TOY STORY 3
PIXAR ist auch in der dritten Runde hervorragend. Ernst, wehmütig und schlichtweg herzzereißend ist dies nicht nur der erwachsenste Teil der Toy Story-Reihe, es ist auch ein perfektes Ende für die Serie. Dieses Fortsetzung existiert nicht aus Geldgier, sondern weil sie nötig war. Die Trilogie ist nun in sich geschlossen und außer PIXAR hat noch eine wirklich bahnbrechende Idee für Teil vier, sollte es auch bei diesen drei Teilen bleiben. Ach ja, und noch was: Michael "Bully" Herbig ist kein Ersatz für Peer Augustisnki.

01 // MARY & MAX ODER: SCHRUMPFEN SCHAFE, WENN ES REGNET?
Detailverliebtes Meisterwerk des Australiers Adam Elliot. Fundiert, vielschichtig, witzig, grotesk, traurig, lebensbejahend -- viel viel Plastilin doch zu leisten vermag. Ich bezweifle, dass er seine animierten Biographien auf ein noch höheres Level heben kann. Der Film ist inzwischen auf DVD erschienen -- schaut ihn euch an. Jetzt! Ihr werdet nicht enttäuscht sein.

So weit also meine Gedanken zu den Animationsfilmen in diesem Jahr. Hier, nur als Beweis, dass ich auch andere Dinge schaue, die von mir im Kino gesehene Realfilme mit einer kurzen Top 5 am Schluss.

Friendship! (witzig), Wenn Liebe so einfach wäre (sehr viel besser als der Titel vermuten lässt), Der Ghostwriter (super Kamera, wunderbar gesetzter Thriller der alten Schule), Männer, die auf Ziegen starren (durchwachsen, aber durchaus lustig), Kick-Ass (hervorragende Parodie/Hommage an Superhelden in Comics und Film), Iron Man 2 (enttäuschende Fortsetzung), Splice (trashiges B-Movie), The Social Network (gut, aber lässt etwas den emotionalen Kern vermissen), R.E.D. - Älter, härter, besser (unterhaltsames Popcornkino), The Kids Are All Right (ehrlich und sympathisch, im letzten Drittel etwas unausgehoren)

05 // SCOTT PILGRIM GEGEN DEN REST DER WELT
Witzig, sympathisch und ein Fest für Nerds und Geeks jeglicher Art.

04 // VERDAMMNIS/VERGEBUNG (stellvertretend für die gesamte Millenium-Trilogie)
Als Gesamterlebnis eine grundsolide Thriller-Reihe mit grandiosen Darstellern und kleineren Schönheitsfehlern. Die Director's Cut-DVD-Box kommt demnächst raus!

03 // AN EDUCATION
Die etwas andere Coming-Of-Age Story. Ehrlich und von tollen Darstellern getragen.

02 // INCEPTION
Nicht mal halb so kompliziert, wie alle behaupten (ein klein wenig Konzentration und Mitdenken ist angesagt -- hat YouTube euch das schon ausgetrieben?). Innovativ und involvierend, tolles Sounddesign und besser als Shutter Island. Was will man mehr?!

01 // UP IN THE AIR
Wie Menschen miteinander umgehen, wie unsere Gefühle uns (ver-)leiten und was wichtig ist im Leben, verpackt in einen großartig unaufgeregten Film. Zusammen mit Mary & Max mein Highlight 2010.

Mittwoch, 24. November 2010

Cousins

Nach einer gefühlten Ewigkeit melde ich mich wieder zurück (ob meine Abwesenheit von diesem Blog überhaupt jemanden aufgefallen ist?).
Ich habe einige Zeit überlegt, ob ich meine neuste "künstlerische" Leistung hier präsentieren soll, denn sie ist doch eher ... nun ja, suboptimal. Innerhalb von zwei Wochen sollte für deinen diessemestrigen Kurzfilmkurs etwas zum Thema Begegnung entstehen. Eine Einstellung, keine Kameraschwenks oder sonstige Kunstgriffe, mehr Vorgaben wurden nicht gemacht. Und da ich ja nicht aus meiner Haut kann, musste es natürlich etwas animiertes werden. Herausgekommen ist Cousins, ausgelöst durch die Lektüre von GEO kompakt zum Thema Evolution des Menschen. Die Grundidee mag ich immer noch und mein Prof hat mich auch ermuntert, das Projekt irgendwann nochmal "in schön" zu vollenden, aber dieser Rohschnitt, in dem viele Gags aus Zeitgründen nicht animiert werden konnten und der unter diversen Scan- und Timingfehlern leidet ist alles andere als meine beste Arbeit. Zum Teufel, der Vollständigkeit halber:


Cousins from Paranoyer on Vimeo.

Dienstag, 6. Juli 2010

SHREK 4

Für immer Shrek, das (hoffentlich) letzte Kapitel der Reihe um den stinkigen Oger... was soll man dazu noch groß sagen? Die ganze Sache mit der Midlife-Crisis ist toll anzusehen, weil es der Figur Shrek noch ein paar neue Facetten hinzufügt. Emotional habe ich mich fast so gut wie beim ersten Teil angesprochen gefühlt. Der Rest ist eher buisness-as-usual mit erstaunlich wenigen Lachern und der langweiligsten Musikgestaltung der ganzen Reihe. Auch hier ist Teil eins noch ungeschlagen. Ingesamt etwas besser als Shrek der Dritte, aber meilenweit von den ersten zwei Teilen entfernt. Ach, und wenn ihr die Chance habt, zwischen der 3D und 2D-Version zu wählen (in Hannover hat man das z.B. nicht und darf mal eben 13,50 € berappen...), nehmt ruhig die günstigere Alternative. Das 3D-Gimmick bringt dem Film rein gar nichts. Hätte man wohl doch mal beim Team von Drachenzähmen leicht gemacht reinschauen sollen.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Mecha

Eine weitere 1,0 für das Resümee. Auch wenn man dem Film die kurze Produktionszeit von nur 3 Monaten von der ersten Idee bis zum DVD brennen doch ansieht. Na ja, das Wintersemester ist ja länger und ein gewisser Zweitprüfer hat mich ohnehin auf eine verdammt gute Idee gebracht... Darf ihn dann nur nicht im Abspann unter "Original Idea by" vergessen. :D
Bis dahin die Pseudo-Fortsetzung von Shave the World.


Mecha from Paranoyer on Vimeo.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Best of Animations

Letzten Samstag fand in Hannover wie in jedem Jahr um diese Zeit die allseits beliebte Lange Nacht der Museen statt. Und neben dem immer sehenswertem Wilhelm-Busch-Museum und historischen Aufnahmen aus der Landeshauptstadt und einer interessanten Wahlplakatschau im Historischen Museum war es mir und meiner Freundin außerdem vergönnt, in den Genuß eines zweistündigen Open-Air-Kurzfilmmarathons zu kommen, ausgerichtet vom Kino im Künstlerhaus. Und wie ihr diesen Blog kennt, muss ich wohl nicht lange darum herumreden, dass es sich bei den gezeigten Werken ausschließlich um Animationsfilme handelte.
Ich kann nur sagen, die zwei Stunden waren nicht genug. Denn wenn es nicht im Laufe des Abends doch etwas kühl geworden wäre, ich hätte auch noch weitere Stunden dort sitzen können und mich von dem Einfallsreichtum und der puren Schönheit der Animationen beeindrucken lassen. Dank des Internets können nun auch alle, die nicht dabei waren etwas von diesem Open-Air rekapitulieren. Von den 12 gezeigten Filmen habe ich immerhin 5 vollständig im Netz gefunden, plus einer längeren Sehprobe.


DER CONNY IHR PONY

Das Highlight des Abends! Mehr muss man gar nicht sagen. In meinen Augen ein kleines Meisterwerk.


FAST FILM
Beeindruckende Collagentechnik und für jeden Cineasten ohnehin ein Fest.


HARVIE KRUMPET
Animierte Lebensgeschichten haben doch was für sich, oder? Traurig und witzig, oft in ein und derselben Szene.


WARD 13
Ein animierter Horror/Thriller/Actionfilm. Sieht man auch nicht alle Tage. Und schon gar nicht so involvierend.

Sollte das Einbinden bei diesem speziellen Fall nicht so ganz funktionieren, hier ist der Link: http://www.tudou.com/programs/view/nUts5C2k6l8/


FLIEGENPFLICHT FÜR QUADRATKÖPFE

Dieser Einfallsreichtum und dieses Querdenken ist einfach zutiest faszinierend.

FLIEGENPFLICHT FÜR QUADRATKÖPFE (2004) from Stephan Flint Müller on Vimeo.


DIE SCHIEFE BAHN
Von dieser lustigen Parodie/Hommage an die Deutsche Bahn existiert leider nur dieser von der Produktionsfirma selbst eingestellte Ausschnitt im Internet. Aber er dürfte euch einen Einblick geben... :)


Jetzt versteht man doch noch viel mehr, warum ich mein Leben dem Erzählen von animierten Geschichten widmen will, oder? :-)