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Freitag, 24. März 2017

Die Top 15 STAR TREK: TNG-Folgen



Es gab ein Wiedersehen mit Star Trek – Das nächste Jahrhundert. Und was wäre schöner, als dieses Blog mit einer ganz persönlichen Top-Liste meiner Lieblingsfolgen wiederzubeleben? Genau, mir fällt auch nichts ein (außer vielleicht die fehlenden Schlüsselwörter nachzuliefern, aber das ist eine andere Geschichte).

Zunächst einmal: ich bin überglücklich, dass die Serie sich so gut gehalten hat. Der Vorspann bereitet mir immer noch Gänsehaut, die Tricks sind teilweise phänomenal, die Figuren sympathisch, die Stories größtenteils so involvierend, dass mir eine Flop-Liste tatsächlich schwer gefallen wäre [gut, Der Komet (Masks, 7x17) wäre wahrscheinlich auf Platz Eins gelandet]. Es ist einfach wunderbares, mit viel Herzblut gemachtes Fernsehen, auch wenn ich es nur schwerlich ohne die Brille der Nostalgie sehen kann. Immerhin gehörten Picard & Co. lange Zeit zum Standardprogramm nach den Hausaufgaben, als sich SAT.1 noch „Der Star Trek-Sender“ schimpfen durfte.

Aus den 178 Folgen die fünfzehn für mich Besten auszuwählen war gar nicht so eine schwere Aufgabe, wie ich es gedacht hätte. Nach zwei holprigen Staffeln zog die Serie zwar dann derartig an, dass sie kaum noch Totalausfälle produzierte und von einem Unterhaltungsstandpunkt aus so durchgängig gute Qualität lieferte, wie es sich so manche „Quality TV“-Serie der Gegenwart nur erträumen kann, aber meine Erinnerungen straften mich nur selten Lügen. Will heißen: viele Folgen, die schon mein Grundschüler-Ich toll fand, finden sich nun auch in dieser Liste. Und dennoch gab es auch für mich einige Überraschungen – ich denke, für euch, die ihr diese Liste durchlest, ebenfalls. Darum, ohne weitere Umschweife, meine Lieblingsfolgen der Next Generation in spannungsgeladener umgekehrter Reihenfolge. Energie!


15.) KATASTROPHE AUF DER ENTERPRISE (Disaster, 5x05)

Beginnen wir doch gleich mit einer Abenteuerfolge voller seltsamen Humors. Ob nun Worf als Hebamme oder das Eingestehen, dass in diesem Universum ein Lied namens „Der fröhliche Vulkanier und sein Hund“ existiert – Disaster ist witziger, als man meinen würde und spannender, als sie eigentlich das Recht hat zu sein (es ist die fünfte Staffel und wir wissen, dass unseren HeldenInnen nichts passiert), Picards Kinderphobie wird weiter abgebaut, Trois Entwicklung bekommt einen neuen Impuls und der Schlussgag ist schlicht knuffig. Da darf die Energie auf unser aller Lieblingsraumschiff auch schon mal stiften gehen.


14.) IN DEN HÄNDEN DER BORG (The Best of Both Worlds, 3x26/4x01)

Und schon geht es los: Was, diesen definierenden Zweiteiler so weit unten auf der Liste? Was geht da vor? Ich kann nur vage nachvollziehen, was der Cliffhanger damals Ende der 1980er Jahre für den Zuschauer bedeutete, heute ist er im Zweifelsfall nur einen Klick weit entfernt. Vielleicht liegt es in dieser Verfügbarkeit begründet, dass The Best of Both Worlds nie den Eindruck auf mich machte, die er Zweiteiler wohl sollte – ich musste nie auf die Konklusion länger als einen Tag warten. Es ist selbstredend eine tolle Doppelepisode mit kniffeligen Fragestellungen, einem wahrlich starken Gegner und vielen wichtigen, involvierenden Momenten, sonst würde ich sie ja auch nicht hier aufführen. Aber in meinen Augen liegt die wahre Stärke der Serie in konzentrierten Einzelepisoden (alle anderen Zweiteiler, mit Ausnahme des Finales, konnten mich weniger überzeugen). Also, fürs Protokoll: ein toller Trip, aber es gibt noch bessere Enterprise-Abenteuer.

13.) DIE ÜBERLEBENDEN AUF RANA-VIER (The Survivors, 3x03)

Kurz gesagt: ist der komplette und endgültige Genozid an einer ganzen Spezies mit einem unsterblichen Leben im Bewusstsein, in einer Illusion zu leben, gesühnt? Oder ist dieses Schicksal sogar noch grausamer? Eine Episode, die zeigt, dass nicht alle Missstände in Star Trek gelöst werden können und die Grauzonen sich mitunter beachtlich ausweiten.


12.) DATAS NACHKOMME (The Offspring, 3x16)

Eine konsequente Weiterentwicklung einer anderen, ebenfalls großartigen Folge, die sich schon allein für die Frage Datas an Picard lohnt, ob denn andere Crewmitglieder ihn vorher fragen würden, wenn sie die Absicht hätten, sich zu vermehren. Data konstruiert ein Abbild seiner Selbst, dass dann den nächsten Schritt in der kybernetischen Evolution vollzieht. Ethische Fragen werden aufgeworfen und ihre Antworten sind nicht einfach, das Ende begnügt sich nicht mit billigen Tricks und Datas Charakter wird weiter ausgebaut – was kann man also an The Offspring nicht lieben?

11.) WILLKOMMEN IM LEBEN NACH DEM TOD (Tapestry, 6x15)

Q-Folgen stehe ich etwas zwiespältig gegenüber. Manche sind gut, andere sind es nicht (Eine wahre Q/True Q), ein durchgängiger Garant für eine Highlightepisode war das allmächtige Wesen in meinen Augen nicht. Doch ---- ist eine eindeutige Ausnahme. Die Geschichte über Picard in einem von Q inszenierten Leben nach dem Tod, das schließlich zur Illustrierung einer alternativen Realität führt, in der Picard an ganz anderer Stelle im Leben steht als in der uns bekannten Zeitlinie, ist eine interessante Charakterstudie, die ich in manchen Situationen in meinem Leben gern auf dem Schirm gehabt hätte. Wie erbauend hätte die Episode wirken können, wenn man wieder einmal in einer scheinbaren Sackgasse steckte. Auch unsere Fehler machen uns zu dem, der wir sind – eine schöne Botschaft und eine treffende Ausformulierung des Plot Points „Picard und sein Herz“, sowohl buchstäblich als auch ideell.


10.) GENESIS (Genesis, 7x19)

Picard als Pinselohräffchen – ein Bild, das man nach dem Genuss dieser wunderbar durchgeknallten Episode nicht wieder los wird. Alle Crewmitglieder entwickeln sich zu früheren Formen ihrer jeweiligen Evolution zurück, nur Data und Picard können den Tag dank einer Außenmission noch retten. Wieder ein Beispiel, wie gut die Serie auf der Ebene der Unterhaltung funktioniert, auch wenn sie einige Aspekte geflissentlich außer Acht lässt. So hat Riker in seiner Urmenschenform wohl ein anderes Crewmitglied ermordet und wer weiß schon, was Chitin-Worf in den Korridoren so alles angerichtet hat. Reden wir darüber? Nein? Wer weiß, wofür es gut ist. Ansonsten kommen Spannung, Unterhaltung und gute Dramaturgie wieder einmal gekonnt zusammen.


09.) DER UNBEKANNTE SCHATTEN (Identity Crisis, 4x18)

Horrorelemente schlichen sich immer wieder gern in TNG ein. Von der zerteilten Frau im Korridor über das Teermonster und verstörende Betazoidenträume bis hin zu Episoden wie dieser, die eine einzige Gruselnummer mit einem spannenden Rätsel darstellt. Das Finale liefert dann auch noch eine Erklärung, die so nüchtern und dennoch für uns Menschen so erschreckend ist, dass es kein Wunder ist, dass dies eine der Folgen war, die ich als Kind gleichzeitig herbeisehnte und fürchtete. Allein diese amorphe Masse, die in Geordies Holodeckprogramm als Platzhalter fungiert, lässt meine Haut kribbeln.


08.) DAS RECHT AUF LEBEN (Silicon Avatar, 5x04)

Das Bild von zwei Siedlern, die durch das Kristallwesen zu Asche werden, gehörte zu meinen lebendigsten Erinnerungen an die Serie, wahrscheinlich aufgrund der ungewohnten Drastik. Doch auch dank des obligatorischen Widerstreits zwischen zwei konträren, aber gleichwertig  nachvollziehbaren Positionen ist Silicon Avatar eine der besten Folgen der Next Generation. Es gibt keine einfache Antwort und das Ende fordert den Zuschauer je nach Position unterschiedlich heraus (auch wenn kaum ein Zweifel besteht, wo die Sympathien der Autoren lagen).


07.) RONIN (Sub Rosa, 7x14)

Dass diese Episode hier auf der Liste ist, überrascht mich selbst am meisten. Ich hatte keinerlei kindliche Erinnerung mehr an Sub Rosa und nun weiß ich auch, warum: es ist eine erwachsene Geschichte über Lust. Nicht Liebe, sondern Lust - was dem oft als etwas klinisch verschrienen Star Trek-Universum natürlich besonderen Pfiff gibt. Die Geschichte von Dr. Crusher, die sich von einem „Geist“ beinahe verführen lässt, ist nicht nur recht explizit (für die Verhältnisse einer Nachmittags-SF-Serie), sie endet auch mit einer interessanten Ambivalenz, die irgendwann so typisch für die Serie wurde.


06.) ERSTER KONTAKT (First Contact, 4x15)

Eine Episode, die endlich einmal den ersten Kontakt zu einer demnächst raumfahrenden Spezies schildert, von dem sonst immer nur die Rede war. Ein Kampf zwischen progressiven und konservativen Kräften, zwischen Angst und Neugier, zwischen Öffnung und Abschottung. Ganz davon zu schweigen, dass First Contact einfach, aber effektiv auf Probleme hinweist, die sonst bestenfalls randständig in Star Trek verhandelt werden – und dazu gehören vor allem die Schwierigkeiten eines Erstkontakts, dem vielleicht definierenden Moment in der Geschichte einer planetaren Gemeinschaft.


05.) DAS ZWEITE LEBEN (The Inner Light, 5x25)

Neben Data-Episoden gehören „Picard in einer alternativen Realität“-Abenteuer augenscheinlich zu meinen Lieblingssujets. The Inner Light ist eine warmherzige, melancholische, tieftraurige und gleichzeitig wunderbare Geschichte, in der Picard ein Leben auf einem untergegangenen Planeten durchlebt, eine Familie gründet und schließlich den Untergang miterlebt. Die Vorstellung einer interstellaren Flaschenpost, die den Empfänger von der Existenz seiner Absender berichten soll, auch wenn sie wissen, dass sie zum Zeitpunkt des Empfangs ausgestorben sind, lässt mich an die Voyager-Sonden denken – und füllt meine Augen mit Tränen.


04.) DEJA VU (Cause and Effect, 5x18)

Meine Güte, macht mich das Bild der explodierenden Enterprise und des Feuers, das sich auf der Brücke ausbreitet, fertig. Schließlich werden hier einige meiner Lieblingsraumfahrer getötet – und das gleich mehrfach. Zeitschleifen sind eine fiese Angelegenheit. Dennoch eine der unterhaltsamsten, ökonomischsten Folgen der Serie, man hat den Eindruck, mehr Handlungen und Varianten zu sehen, als eigentlich in 43 Minuten passen würden. Problematisch finde ich nur das Ende, weil sich hier gleich eine ganze neue Folge ankündigt, die dann nie produziert wurde. Kelsey Grammar darf sich kurz ins Star Trek-Universum schleichen, wie er und seine Crew ihre jahrzehntelange Abwesenheit aufnehmen, wird hingegen nicht gezeigt. Ein Wermutstropfen in einer ansonsten rasanten Geschichte.


03.) IN DEN SUBRAUM ENTFÜHRT (Schisms, 6x05)

Das Abduktionsphänomen auf der Enterprise – was habe ich mich als Kind gegruselt. Es sind einige Suspense-Folgen auf dieser Liste, aber Schisms gehört meiner Meinung nach an die Spitze. Sie ist spannend, unheimlich, baut das Mysterium gekonnt auf und schafft es auch meinem erwachsenen Ich noch einen Schauer über den Rücke laufen zu lassen. Ganz zu schweigen von dem Sounddesign. Spielt die Klicklaute der Subraumwesen und ich werde rennen.

02.) FAMILIENBEGEGNUNGEN (Family, 4x02)

Es dürfte nicht wenige wundern, warum Best of Both Worlds so relativ tief auf der Liste eingeordnet wurde, die Nachfolgeepisode aber so hoch. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen empfinde ich den Zweiteiler als hervorragendes Actionabenteuer, aber Family buchstabiert die Folgen für Picard aus. Es ist nicht einfach damit beendet, dass der Captain sinnierend aus dem Fenster schaut, seine Verletzungen gehen tiefer, was im Spiegel seiner Familie auf der Erde noch gravierender zu Tage tritt. Wenn Picard dann schlussendlich die Kontrolle verliert, sich Wut, Angst und Verzweiflung mischen und er wie ein Häuflein Elend im Matsch sitzt, geht mir persönlich das näher als kaum ein anderer Moment in der Serie. Großartig ist auch, dass sein Bruder nicht vom Saulus zum Paulus wird. Er ist auch am Ende ein knurriger Mann, die Veränderungen in der Beziehung zu seinem Bruder sind vorhanden, aber noch nicht beendet. Zum anderen hat sich die Episode, wohl aufgrund der genannten Eigenschaften, so in mein Gedächtnis eingebrannt, dass der Moment im Spielfilm Treffen der Generationen, als wir mit Picard vom Tod seiner Familie erfahren, mich immer wieder in Tränen ausbrechen lässt. Ich weiß, viele empfinden wenig bis nichts an dieser Stelle bzw. finden es unangebracht, so etwas auf Figuren aufzubauen, die in nur einer Episode dabei waren, aber für mich ist es wie ein Schlag in die Magengrube – eben weil Family so eine hervorragende Vorarbeit geleistet hat.


01.) WEM GEHÖRT DATA? (The Measure of a Man, 2x09)

Trotz des nicht von der Hand zu weisenden Einwands, die Serie habe erst mit der dritten Staffel zu wahrer Größe gefunden, muss ich nach allen sieben Jahren und 178 Folgen konstatieren, dass für mich nichts über The Measure of a Man geht. Diese Folge verkörpert in gewisser Weise alles, was man an Star Trek einfach lieben muss: das ethische Dilemma, das Wichtiger nehmen von Ideen gegenüber Raumschlachten, die Ausbuchstabierung eines Problems, dass sich im Gewand der Science-Fiction als gegenwärtig recht virulent erweist. Die Verhandlung, ob Data als Lebewesen oder schnöde Maschine zu behandeln wäre, ist selbst wenn man den Ausgang kennt spannend und vor allem leidenschaftlich inszeniert. Es geht um etwas, was das Konzept der Sternenflotte in ihren Grundfesten berührt. Es ist Star Trek in einer Nussschale. Oh, und als Riker einen von Datas Schwachpunkten entdeckt, siegessicher lächelt, nur um dann zu bemerken, über was er sich da freut? Grandioser wurde Jonathan Frakes‘ Schauspiel in der gesamten Seriengeschichte nicht. Eine schlicht fantastische Episode.



Zuguterletzt die Folgen, die es (mitunter knapp) nicht auf die Liste geschafft haben:

Die Thronfolgerin (The Dauphin, 2x10)
Riker unter Verdacht (A Matter of Perspective, 3x14)
Versuchskaninchen (Allegiance, 3x18)
Der Sammler (The Most Toys, 3x22)
Die ungleichen Brüder (Brothers, 4x3)
Datas Tag (Data's Day, 4x11)
Datas erste Liebe (In Theory, 4x25)
Darmok (Darmok, 5x2)
Ich bin Hugh (I, Borg, 5x23)
So nah und doch so fern (The Next Phase, 5x24)
Todesangst beim Beamen (Realm of Fear, 6x2)
Datas Hypothese (The Quality of Life, 6x9)
Das fehlende Fragment (The Chase, 6x20)
Gefangen in einem temporären Fragment (Timescape, 6x25)
Traumanalyse (Phantasms, 7x6)
Ort der Finsternis (Dark Page, 7x7)
Radioaktiv (Thine Own Self, 7x16)
Gestern, heute, morgen (All Good Things ..., 7x25/7x26)

Donnerstag, 15. Januar 2015

Filmretrospektive 2014 - Die Tops & Flops des Jahres

Zu dem Zeitpunkt, da ich diese Zeilen schreibe, ist das neue Jahr 2015 bereits fünf Tage alt, ich sitze wieder im Zug auf dem Weg zur Arbeit und habe nach dem üblichen Familienprogramm über die Festtage wieder Zeit und Muße, mich der Filmwelt zuzuwenden. Ein guter Vorsatz für das neue Jahr wäre ja, euch in diesem Blog nicht wieder so hängen zu lassen wie im Dezember. Keine einzige neue Besprechung, das ist ja schon regelrecht fahrlässig, darum gelobe ich Besserung. Doch zunächst ein Blick zurück.

Ich verkneife mir allgemeine Kommentare dazu, ob 2014 ein gutes oder ein schlechtes Jahr für den Film war. Auf einer ganz persönlichen Ebene war es gar nicht schlecht, weil ich versucht habe, die allermeisten Filme, von denen ich wusste, dass sie mir kaum etwas bringen würden, gar nicht erst anzusehen (sprich die Transformers und Teenage Mutant Ninja Turtles dieser Welt). So ergibt sich auf meiner Filmliste für das Jahresende auch ein krasses Übergewicht der gut bewerteten Filme gegenüber den Rohrkrepierern. Nun denn. Allerdings fehlen mir noch so dermaßen viele potenzielle Top-Anwärter bzw. Filme, die ich einfach sehr gern gesehen hätte (siehe Video), dass auch diese Einschätzung nur Fragment bleiben muss.

Für die Statistikfreunde unter euch: ich habe im Jahr 2014 213 Filme gesehen, davon waren 73 Rewatches, 42 entfielen auf Filme des aktuellen Jahres, sprich Werke, die im Laufe des Kalenderjahres in Deutschland auf welchem Weg auch immer veröffentlicht wurden. Bleiben also noch 98 Erstsichtungen, die aus anderen Jahren stammen. In punkto TV-Konsum habe ich 36 Serienstaffeln gesehen, aber dazu könnt ihr mehr hier lesen.
Da ich der überwältigenden Mehrheit der Erst- und Zweitsichtungen kein Unrecht tun möchte, hier eine kleine jeweilige Top 10 mit Empfehlungen jenseits des Jahres 2014.

Erstsichtungen 2014

02.) Kid-Thing
03.) Womb
04.) Blue Jasmine
06.) Room 237
07.) Only Lovers Left Alive
08.) Gold – Du kannst mehr, als du denkst


Rewatches 2014

04.) ParaNorman
09.) Bananas

Und da es das Eine nicht ohne das Andere gibt, auch noch ein paar Warnungen meinerseits, falls sich jemand mit dem Gedanken trägt, den ein oder anderen Film doch noch anzusehen:

Erstsichtungen 2014 – Flop 10

03.) Zoo
04.) Insidious
05.) Thor – The Dark Kingdom
06.) This Is The End
07.) Ender’s Game
08.) Evil Dead
09.) Alphabet
10.) Bait – Haie im Supermarkt

Rewatches 2014 – Flop 10

03.) Hollow Man
04.) Superstau
06.) C2 – Killerinsect

Und nun dazu, wozu wir eigentlich hier sind: meine ganz persönlicher Filmjahresrückblick 2014, wie im letzten Jahr nicht als schnöder Text, sondern in Videoform. Viel Spaß beim schauen, ärgern, freuen, etc. und auf ein medial ereignisreiches Jahr 2015.


Retrospektive 2014 - Die Tops & Flops des Jahres from Kuleschow-Effekt on Vimeo.

Sonntag, 31. August 2014

Die Top 10 Filmzitate



Wenn ERGO und Schlombie mit Stöckchen werfen, um diesem Blog wieder etwas Leben einzuhauchen, dann sollte man nicht nein sagen. Zumal es eine durchaus interessante Aufgabe ist, die sie da vom Review-Corner gestellt bekommen haben: die persönliche Top 10 der Filmzitate.

Die Erstellung dieser Listen ist ja immer so eine Sache, denn nur bekannte Hausnummern abzuarbeiten ist stinklangweilig. Der persönliche Bezug sollte immer da sein und nur "I'll be back" aufzunehmen, weil es jeder kennt, ist etwas zu einfach. Darum habe ich nachgedacht und zehn Zitate gefunden, die mir persönlich immer wieder ins Ohr kommen und die ich auch gern in (un)passenden Gelegenheiten jenseits des Kinos zum Besten gebe. Die Reihenfolge ist wie so oft nicht wertend zu verstehen, sondern richtete sich nach den jeweiligen Filmen in alphabetischer Reihenfolge. Filme, die durchgehend grandiose Zitate abliefern, wie z.B. Good Night, and Good Luck, habe ich ausgelassen. Und bei ein paar Filmen habe ich geschummelt, weil ich mich nicht auf nur ein Zitat festlegen konnte. Ich hoffe, ihr verzeiht mir.


ALIEN - DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER FREMDEN WELT
"Sie haben mein Mitgefühl."


ALIENS - DIE RÜCKKEHR
"Ich bin zwar künstlich, aber ich bin nicht blöde."
"Für einen Menschen nicht übel."
"Get away from her you Bitch!"


CONTACT
"Sie leben!"


FROM DUSK TILL DAWN
"Waren das Verrückte?" - "Nein, Carlos, das waren keine Verrückte. Verrückte explodieren nicht, wenn das Sonnenlicht sie trifft, egal, wie verrückt sie sind."


HITCH - DER DATE-DOKTOR
"Wissen Sie, wie es ist, ohne Hoffnung aufzuwachen? Zu wissen, dass die Frau ihres Lebens neben dem falschen Mann aufwacht? Und sie trotzdem hoffen, dass sie ihr Glück findet, auch wenn Sie daran keinen Anteil haben?“


MONTY PYTHONS WUNDERBARE WELT DER SCHWERKRAFT
"Oliver hat sich selbst überfahren."
"Er weiß nicht, ob er gewonnen hat. Er weiß aber auch nicht, ob er verloren hat. Er hat überhaupt keine menschlichen Wahrnehmungsorgane."
"Würden Sie ganz heftig meinen Popo streicheln?" - "Ah ja, da gehen sie die Straße runter, dann links..."


PLANET DER AFFEN
"Ihr Wahnsinnigen! Ihr habt die Erde in die Luft gesprengt! Ich verfluche euch, euch alle!"
"Humans See, Humans Do."


SIE LEBEN!
"Ich bin hierhergekommen, um Kaugummi zu kauen und ein paar Leuten in den Arsch zu treten. Und jetzt habe ich kein Kaugummi mehr."


DER STADTNEUROTIKER
"Warum bist du deprimiert?" - "Das Universum expandiert." - "Was interessiert dich das Universum, du bist doch hier in Brooklyn!"


ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT
"Da wo wir hingehen brauchen wir keine Straßen."

Montag, 19. Mai 2014

Blogparade: Top 10 Kinderserien



Inzwischen wird das teilnehmen an Blogparaden/-stöckchen ja zu einem Full-Time-Job…

Diesmal schickt uns olivesunshine91 von pieces of emotions auf eine Spaziergang auf die Erinnerungsallee, indem sie nach unseren Top 10-Kinderserien fragt, denn „jeder von uns hat seine Favoriten, für die er heute noch gern den Fernseher anschaltet oder die Kinder-DVD-Regale im Elektronikmarkt plündert.“

Okay, das ist einfach, auch wenn man sich mit „nur“ zehn Nennungen tatsächlich zurückhalten muss. Nun gut, Regeln sind Regeln. Apropos Regeln: wer mitmachen möchte, kann dies noch bis zum 25.05.2014 tun. Einfach die Top 10 auflisten, posten und den Link in die Kommentare unterm Originalartikel einfügen. Wie gehabt, also.

Hier meine Liste, wie immer in alphabetischer, nicht wertender, Reihenfolge:


01.) ALF (1986-1990)
Aus heutiger Sicht ist ALF ja bieder ohne Ende, aber ich muss gestehen: über diverse Gags kann ich immer noch lachen. Als Kind zwar mehr, aber was soll es? Die Folge mit dem Rieseninsekt hat mir damals aber eine Heidenangst gemacht.

02.) Chip & Chap – Die Ritter des Rechts (1988-1992)
Die zweitbeste Disneyserie überhaupt, clevere Drehbücher, die die kindlichen Zuschauer nicht beleidigen (die Folge Seer No Evil ist besonders zu empfehlen), hervorragende Animationen und interessante Figuren.

03.) Duck Tales – Neues aus Entenhausen (1987-1990)
Die beste Disneyserie überhaupt. Wenn man Carl-Barks-Geschichten mit sorgfältiger Animation und einem untrüglichen Gespür für die Welt von Entenhausen paart, kann nur etwas großes entstehen. Aber bitte für mich nur die erste Staffel mit 65 Folgen, die damals im Vorabendprogramm der ARD als Deutschlandpremiere ausgestrahlt wurden. Die restlichen 35 Episoden mit Bubba und Konsorten kann man getrost im Orkus der TV-Geschichte verschwinden lassen.

04.) Die Falltür (1984-1986)
Ich hab mich ja schon ausführlicher über diese leider ziemlich vergessene Serie ausgelassen, deshalb: 40 mal fünf Minuten exzellente, einfallsreiche Unterhaltung in Stop-Motion, was will man bitteschön mehr?

05.) Die Gespenster von Flatterfels (1992-1997)
Für einen erwachsenen Zuschauer hat die Serie diverse Längen, eine Folge ist kaum ohne Ermüdungserscheinungen durchzuhalten, aber als Kind war sie für mich der Inbegriff von Spannung und Abenteuer. Auch hier gilt: bitte nur die erste Staffel, danach wurde es, soweit ich mich erinnere, etwas wirr und die Puppen haben ein ihnen nicht zum Vorteil gereichendes Make-Over bekommen.

06.) Die Gummibärenbande (1985-1990)
Damals, noch vor dem Disney Club in der ARD, noch vor den Duck Tales im samstäglichen Vorabendprogramm, gab es Die Gummibärenbande im deutschen Fernsehen und ratet mal, wer davor saß und sich hat in dieser kreative, witzige Fantasywelt entführen lassen... Einige Begebenheiten mit dazugehörigem Dialog sind in meiner Familie zum geflügelten Wort geworden, dass sagt wohl einiges aus.

07.) Hallo Spencer! (1979-2001)
Pilzdorf, der sympathischste Überwachungsstaat der Welt. Trotz diverser gegenteiliger Stimmen, die turnusmäßig ihre Abscheu bekunden hat mir Hallo Spencer! immer Freude bereitet, schon allein, weil mir die Kulissen und die Funktionalität darin (Kasimirs Aufzug!) ausnehmend gut gefallen haben. Nur die Zeichentrickepisoden mochte ich nicht und Nero, der in den ersten 25 Folgen noch auftauchende Kobold (oder was auch immer) hat mich nachhaltig verstört. Jahrelang hatte ich Angst, dass er zurückkehren könnte…

08.) Die Sendung mit der Maus (1971 bis heute)
Okay, hier habe ich lange überlegt, denn in meinen Augen ist Die Sendung mit der Maus keine Serie, sondern ein Magazin, aber vielleicht ist so eine Blogparade auch nicht der richtige Ort für derlei Spitzfindigkeiten. Darum – egal, ich verhelfe Qualität gern zu einem Platz auf der abschließenden, ausgewerteten Liste. Denn das deutsche Fernsehen hat wohl kaum etwas besseres in punkto Kinder-TV hervorgebracht als dieses Sendung, die ja ohnehin inzwischen zu einem nicht unerheblichen Prozentsatz von Erwachsenen geschaut wird. Ich zähle mich dazu, wann immer es geht.

09.) Sesamstraße (1969 bis heute)
Musste einfach auch mit auf die Liste, weil mir die Sendung so viele schöne Stunden beschert hat. Ähnlich wie Die Sendung mit der Maus keine Serie im engeren Sinne, aber wenn kümmert das schon, wenn Super-Grobi das Computerproblem löst?!

10.) Star Trek – Das nächste Jahrhundert (1987-1994)
Jetzt bitte mal alle ganz laut: „Häh?! Star Trek ist doch keine Kinderserie!?!“ Stimmt wohl, auch wenn die Original-Serie damals vom ZDF als solche behandelt (und dementsprechend synchronisiert) wurde. Aber ich habe recht früh, auf jeden Fall noch im Grundschulalter, angefangen, dieser Serie jeden Tag um 15 Uhr auf SAT.1 zu schauen – in elterlicher Obhut, natürlich. Meine Güte, was waren die Geschichten oftmals spannend. Und was für grandiose Figuren hatte man bei der Hand, um die Missionen mit ihnen durchzustehen. So sehr ich Kirk & Co. mag, wahrscheinlich aufgrund meines jungen Alters, als ich ihr zum ersten Mal begenet bin, wird Das nächste Jahrhundert immer meine Lieblings-Star-Trek-Serie sein – und eine Kinderserie im ganz weit gefassten Rahmen.


Da ich ja gesagt habe, dass es mir schwerfiel, mich auf 10 Sendungen zu beschränken, hier noch die Runner-Ups:


  • Alfred J. Kwak (1989-1990)
  • Als die Tiere den Wald verließen (1992-1995)
  • Die Dinos (1991-1994)
  • Es war einmal … das Leben (1986)
  • Gargoyles – Auf den Schwingen der Gerechtigkeit (1994-1996)
  • Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew (1990-1991)
  • Leonie Löwenherz (1991-1993)
  • Meister Eder und sein Pumuckl (1978-1991)
  • Mr. Bean (1990-2005)
  • Naturzeit (1993-1999)
  • Pixi im Wolkenkuckucksheim – Auf den Spuren von Hans Christian Andersen (1971)
  • Spuk von draußen (1987)

Dienstag, 13. Mai 2014

Fünf Bücher für 2014



ERGO hat mit einem Stöckchen nach mir geworfen! :-)

Diesmal geht es um fünf Bücher, die man 2014 lesen möchte. Über die genaue Herkunft der Idee kann ich nur spekulieren, die Verästelungen von Buch- und Filmbloggern ist hier so stark, dass mir eine Tiefenrecherche nur zeitraubend und wenig sinnvoll erschien. Wie gesagt, ich wurde von ERGO angetippt, gesehen habe ich das Stöckchen zum ersten Mal bei pieces of emotions.

Eine kleine Einschränkung gibt es: es dürfen keine Fortsetzungen auf der Liste erscheinen. Da ich ohnehin kein Freund dieses Konzeptes bei Büchern bin, ist das aber kein Problem. Um ehrlich zu sein, habe ich auch schon lange keinen Roman mehr mit wiederkehrenden Figuren gelesen, vielleicht mit Ausnahme des ersten Jussi Adler-Olson, aber das war, wie gesagt, der erste Band…

Womöglich sollte ich erwähnen, dass zwei der Bücher auf der Liste schon von mir angelesen wurden. Ich habe die seltsame Angewohnheit, Bücher anzufangen, dann wegzulegen, etwas anderes zu lesen und irgendwann wieder auf das angefangene Buch zurückzukommen. Meistens geht es dann mit dem Weiter- und Auslesen sehr schnell. Aber da nirgends die Regel erwähnt wurde, dass man nur gänzlich unangetastete Werke auflisten darf, nehme ich mir diese Freiheit einfach mal.

Dann mal los mit meiner (momentanen) Top 5 in alphabetischer Reihenfolge des Autors/der Autorin.





 Chimamanda Ngozi Adichie: Americanah
Zum Inhalt möchte ich gern den von mir bereits in der Rubrik Notizzettel erwähnten Artikel bei Zeilenkino ans Herz legen: „Was bedeutet es, schwarz zu sein? In dem großartigen Roman „Americanah“ erzählt Chimamanda Ngozi Adichie von der Nigerianerin Ifemelu, die in die USA geht und dort zum ersten Mal erfährt, was es bedeutet, schwarz zu sein, in einer Welt, in der weiße Haut das Ideal und erstrebenswerte Ziel ist. In dem Moment, in dem sie in den USA ankommt, spürt sie, dass fortan nicht mehr wie in Nigeria die Klasse über ihr Fortkommen entscheidet, sondern die Rasse. Ifemelu – und mit ihr der Leser – erlebt die Allgegenwärtigkeit einer Hautfarbe, die jede Fremd- und bald auch schon Selbstwahrnehmung bestimmt – abhängig von dem Land und der Gesellschaft, in der man sich befindet.“
Das, zusammen mit einem interessanten Interview, das ich in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung mit der Autorin gelesen habe, hat Americanah sofort auf meine Liste katapultiert. Gesellschaftliche Debatten und Nachdenken über soziale Konstrukte…wenn sich ein Roman so nicht von selbst empfiehlt…



Sara Gruen: Das Affenhaus
Amazon.de fasst die Handlung so zusammen: „Isabel Duncan ist Wissenschaftlerin an einem Institut für Menschenaffen. Sie arbeitet mit Bonobos, einer Schimpansenart, die eine große Begabung für Sprache besitzt. Menschen bleiben Isabel oft ein Rätsel. Wohler als unter ihresgleichen fühlt sie sich bei den ihr anvertrauten Affen. Als eines Tages im Institut eine Bombe explodiert, wird Isabel schwer verletzt. Die Affen flüchten in Panik. Eine dramatische Suche beginnt...“
Aufmerksam geworden bin ich aber durch die Empfehlung einer Mitarbeiterin auf der Homepage der Buchhandlung meines Vertrauens, die stärker die im Buch verhandelten Themen wie „Was macht den Menschen zum Menschen?“ und „Was ist eigentlich der Unterschied zu anderen, ganz offensichtlich intelligenten Tieren?“ in den Vordergrund hob. Nach dem, was ich bisher gehört habe, lässt sich der Roman angenehmerweise auch in kein Genre stecken, schwankt zwischen Thriller, Komödie und Drama und lässt wohl auch wissenschaftliche Aspekte inklusive deren hässlichen Seiten nicht außen vor. Ich glaube, das ist genau das Richtige für mich.



 Thomas Hauschild: Weihnachtsmann. Die wahre Geschichte
Ganz klischeehaft männlich habe ich auch zwei Sachbücher auf der Liste, das erste eins in der Wissenschaftssparte des S. Fischer Verlages erschienenes über den Weihnachtsmann. Ja, genau. Amazon.de: »Weihnachtmann«, »Nikolaus«, »Santa Claus« – um diese harmlosen Figuren gibt es oft Streit. Die einen glauben zu wissen, welcher der »Richtige« ist, andere kritisieren den Weihnachtskonsum als unchristlich. Alle reden vom Weihnachtsmann, aber nur eine kleine Minderheit glaubt an ihn – die Kinder. Schaut man jedoch die Rituale und Bilder der euroamerikanischen Weihnacht von außen an, überrascht die spektakuläre, für jeden schnell nachprüfbare Ähnlichkeit des Weihnachtsmannes zu verwandten Figuren in Asien wie der chinesische »Gott des langen Lebens« oder der mongolische »Weiße Alte«. Der Religionsforscher Thomas Hauschild ist ihnen allen begegnet, hat sie gesammelt, vermessen und verglichen. Und er bringt uns bei, diese winterlichen ewigjungen Eremiten als Leitbilder eines weltweiten Klima- und Familienkultes der Zukunft zu begreifen.“
Dies ist eins der Bücher, dass ich schon angefangen habe, es eignet sich aber weniger als abendliche Bettlektüre, denn Hauschild schreibt zwar nicht nüchtern und trocken, wohl aber wissenschaftlich fundiert, was eine größere Aufmerksamkeit fordert, als man kurz vorm Einschlafen noch aufbringen kann. Was ich bisher gelesen habe ist aber auf jeden Fall empfehlenswert und interessant. Also, weiter geht’s!



 Stanislaw Lem: Solaris
Einer DER Klassiker der phantastischen Literatur und ich habe ihn bisher nicht gelesen? Ein Frevel! Das muss endlich nachgeholt werden, schließlich wird das Buch in der Fachliteratur immer wieder zitiert und als besonders gelungenes Beispiel für die Kreation einer außerirdischen Intelligenz angeführt. Außerdem möchte ich danach die Verfilmungen sichten, habe aber in diesem Fall irgendwie Skrupel, dies vor dem Lesen des Romans zu tun. Auch schon angefangen, auch sehr fordernd, aber auch sehr spannend und faszinierend.



 Michael A.G. Michaud: Contact with Alien Civilizations – Our Hopes and Fears about Encountering Extraterrestrials
Ich glaube eher nicht daran, dass die Menschheit jemals wirklich Kontakt zu einer außerirdischen Zivilisation aufnehmen kann und wird, aber das Nachdenken über die bloße Möglichkeit ist für mich eins der potentesten, interessantesten Konzepte überhaupt. Amazon.de fasst den Inhalt so zusammen: „This book describes a wide variety of speculations by many authors about the consequences for humanity of coming into contact with extraterrestrial intelligence. The assumptions underlying those speculations are examined, and some conclusions are drawn. The book emphasizes the consequences of contact rather than the search, and takes account of popular views. As necessary background, the book also includes brief summaries of the history of thinking about extraterrestrial intelligence, searches for life and for signals, contrasting paradigms of how contact might take place, and the paradox that those paradigms allegedly create.”
Ich habe bereits einige Bücher zum Thema gelesen (sehr empfehlenswert ist Anybody Out There? von Dagmar Röhrlich) und Michaud wird immer wieder zitiert oder als weiterführende Lektüre empfohlen. Wird Zeit, dass ich dem nachkomme.

So, das waren meine fünf Bücher für 2014. Ich würde gern noch mehr aufführen (und mehr lesen). Darf ich? Ja? Okay. Hier noch ein paar Runner-Ups:


SACHBUCH

Eric Baratay und Elisabeth Hardouin-Fugier: Zoo – Von der Menagerie zum Tierpark
Elizabeth Bell [u.a.]: From Mouse to Mermaid – The Politics of Film, Gender and Culture
Antje Boetius: Das dunkle Paradies – Die Entdeckung der Tiefsee
Michael Fürst: Untot. Zombie  Film  Theorie
Rolf Giesen: Animation under the Swastika – A History of Trickfilm in Nazi Germany
Amy M. Davis: Good Girls and Wicked Witches: Women in Disney’s Feature Animation
David Quammen: Das Lächeln des Tigers
Jennifer Teege: Amon: Mein Großvater hätte mich erschossen
Jonathan Weiner: Zeit, Liebe, Erinnerung – Auf der Suche nach den Ursprüngen des Verhaltens

ROMANE

T.C. Boyle: Wenn das Schlachten vorbei ist
Philip K. Dick: Das Orakel vom Berge
David Gilmour: Unser allerbestes Jahr
Robert Harris: Vaterland
Gwyneth Jones: Weiße Königin
John Niven: Gott bewahre
Tom Reiss: Der schwarze General
Ysra Sigurdardottir: Geisterfjord
Arkadi Strugatzki: Picknick am Wegesrand
Amy Waldman: Der amerikanische Architekt
John Wyndham: Die Triffids