Freitag, 14. März 2014

31 Tage - 31 Filme: Tag 14



Tag 14 – Welcher Film hat die schönste Musik?

Soll ich faul sein und auf das Stöckchen Meine Soundtrack Top 10 verweisen mit der Bitte, sich dort einfach einen auszusuchen? Bestimmt nicht. Darum muss ich mich nun wohl entscheiden…

Zuerst dachte ich an Happy Feet, aber ich hab mal wieder nur an den Score gedacht, während es bei den Songs einige Beispiele gibt, die für mich nicht so gelungen sind. Dann vielleicht Die Schöne und das Biest? The Village? Oder einen der Soundtracks, die ich vergessen habe, wie Cloudy with a Chance of Meatballs? Dreimal nein, denn nach reiflicher Überlegung nehme ich Antz.



Warum, mag man nun fragen. Ich habe ja schon erwähnt, dass ich sowohl den Film als auch seinen Soundtrack als sträflich unterbewertet empfinde und je mehr ich darüber nachdachte, desto besser gefiel mir die Mischung, die der Score von Harry Gregson-Williams und John Powell bietet, ohne dass jedes Stück aus einer ganz eigenen Welt zu stammen scheint. Der Antz-Soundtrack ist gleichermaßen aus einem Guss und abwechslungsreich. Es gibt das tolle Opening, The Colony, den sinistren Track General Mandible, das martialische The Antz go marching to war, das sinnliche Weaver and Atzteca flirt. Und auch der einzige Song des Albums, I can see clearly now von Neil Finn gefällt mir sehr gut. Darum: Antz! Der Film mit der für mich subjektiv tollsten Musik, und das durchgängig. Denn als ich über die Frage nachdachte habe ich bemerkt, wie viele Filme mit ein, zwei tollen Songs und viel musikalischem Leerlauf es gibt. Antz hält konstant die Qualität und dafür bewundere ich den Film nur umso mehr.








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Donnerstag, 13. März 2014

31 Tage - 31 Filme: Tag 13



Tag 13 – Welcher Film landete zuletzt aus einem Spontankauf in deinem Regal?

Das ist schnell beantwortet: Michael Hanekes Liebe, für 4,90 € in einem bekannten Multimediakaufhaus, dessen Mitarbeiter keine Ahnung von der Technik haben, die sie verkaufen. Nur angesehen habe ich ihn noch nicht. Ich denke aber, es wird keine DVD sein, die ich danach wieder veräußere, wie ich es in der Vergangenheit mit so vielen Spontankäufen gemacht habe. Über die unakzeptabel miese technische DVD-Qualität von White Squall ärgere ich mich heute noch, während ich hoffe, dass der Käufer von American Monster begeisterter von dem Film war als ich.


Mittwoch, 12. März 2014

31 Tage - 31 Filme: Tag 12



Tag 12 – Die/das 7. DVD/Blu-ray/Video in deinem Regal von rechts.

Ich besitze momentan fünf DVD-Regale, eins für Animationsfilme, drei für Realfilme und eins unterteilt in Serien und Dokumentationen/Special Interest (Konzerte & Bühnenprogramme). Also nenn ich auch fünf DVDs:

Animationsfilmregal: Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt

Doku/SI-Regal: Morgan Spurlocks Super Size Me

Serienregal: Ijon Tichy – Raumpilot (Staffel 1)

Realfilmregal #1: James Camerons The Abyss

Realfilmregal #2: Frank Capras Ist das Leben nicht schön?

Realfilmregal #3: Akira Kurosawas Die sieben Samurai


Dienstag, 11. März 2014

31 Tage - 31 Filme: Tag 11



Tag 11 – Welchen Film würdest du deinen Kindern zeigen?

Die lieben, potenziellen Kleinen… ja, was könnte man ihnen denn angedeihen lassen? Erst einmal vermute ich, dass meine Kinder früher als ich eine Ahnung von der Existenz von Film & Kino haben werden, auch wenn ich durchaus der Meinung bin, dass Kino erst ab etwa sechs Jahren Sinn macht. Und ich gedenke nicht, meine Kinder schon mit zwei Jahren vor Filmen wie E.T. – Der Außerirdische zu parken. Nun denn.

Sie werden bestimmt einen Haufen Trickfilme sehen, dessen bin ich mir sicher. Für kleinere Kinder würde ich wohl Filme wie 101 Dalmatiner und Hugo, das Dschungeltier raussuchen, ältere könnte ich dann vielleicht mit Nightmare Before Christmas erfreuen. Einen ganz hervorragenden Kinderfilm sehe ich auch im dänischen Der Traum. Und ich hoffe inständig, dass ich nicht zu Filmen wie Die wilden Kerle genötigt werde.

Aber der Film, auf den ich mich nun nach einiger Bedenkzeit festlegen möchte, ist eine jener unterschätzten Perlen, Joe Dantes Explorers – Ein fantastisches Abenteuer. Die FSK gibt den Film zwar ab 12 frei, aber ich habe ihn auch vor diesem Altersabschnitt gesehen und in Begleitung Erwachsener ist ohnehin nichts drin, was bleibende Schäden hinterlassen könnte. Wahrscheinlich kam die Freigabe auch nur durch ein paar recht spannend geratene Szenen zustande, aber welches Kind testet nicht gern seine Grenzen aus, wenn es medial mal etwas gruselig wird? Wenn die Kinder nach mir kommen, werden sie damit kein Problem haben. Ganz davon ab ist Explorers auch ein wunderbarer Film, der einen meiner Kindheitsträume hat wahr werden lassen: ein eigenes Raumschiff zu haben. Denn offensichtlich braucht es nicht mehr als drei aufgeweckte 80er-Kids, um im elterlichen Garten ein funktionierendes Raumschiff zusammenzubauen. Wenn das nicht verdammt cool ist. Man nehme dann noch sympathische Figuren, ein paar clevere Einfälle und einen niedlichen Twist, verrühre es mit einem bemerkenswerten Sinn für kindliche Lebenswelten und einem Sinn fürs Staunen und fertig ist ein Film, den ich ohne Bedenken mit meinen Kindern schauen würde. Und wenn sie dann ins All fliegen wollen sagt man ihnen natürlich, dass sie Astronauten werden können. Man kann ja vorher schon mal mit dem Bau eines Proberaumschiffs aus Holz im Garten anfangen.


Montag, 10. März 2014

31 Tage - 31 Filme: Tag 10



Tag 10 – Nenne den lustigsten Film, den du kennst.

Ach, du meine Güte. Das ist, um ehrlich zu sein, eine der schwierigsten Fragen auf der gesamten Liste. Als Kind hätte ich hier wohl Wieder Ärger mit Bernie oder einen der Otto-Waalkes-Filme angegeben, aber jetzt? Also stand ich vor meinem DVD-Regal, rekapitulierte viele der in Frage kommenden Filme und musste bei den meisten ob der Erinnerungen schmunzeln. Das ist schon mal gut. Es sei gesagt, dass ich im Laufe der Zeit einen Hang zum absurden Humor entwickelt habe. Ich liebe beispielsweise Helge Schneider, aber seine Filme sind mir etwas zu anstrengend. Bei den grotesken Radiosketchen aus der Hochzeit des Frühstyxradios muss ich heute noch lachen und einige der lustigsten Dinge, die ich je gesehen habe stammen aus den Premiere-Staffeln von Kalkofes Mattscheibe. Zudem mag ich den Humor von Woody Allen sehr gern (ein Name, der, wie mir auffällt, innerhalb der 31 Tage häufiger genannt wird). Weniger anfangen kann ich mit einem Film wie Fack ju Göte! Es ist mir unbegreiflich, wie dieser Film zum erfolgreichsten Film 2013 in Deutschland werden konnte, mit weitem Abstand vor Django Unchained. Die Faszination für Leute wie Mario Barth, Will Ferrell (der nur animiert in Megamind erträglich war), Adam Sandler, René Marik und seine gnadenlos unlustigen Puppen sowie für Filme wie Meine Braut, ihr Vater und ich will mir ohnehin nicht so recht in den Kopf. Aber gut, jedem das Seine.

Kurzzeitig dachte ich, ich könnte einfach Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft nennen, vereint der Film doch die besten Sketche aus dem Flying Circus. Aber als solcher ist es ja eher eine Best-Of-Anthologie, genauso gut hätte ich die Loriot-Gesamtbox ins Rennen schicken und es einfach als Mammutwerk verkaufen können. Beides gehört unzweifelhaft zu den Sternstunden des Humors, aber ein Spielfilm sollte seine Gags ja schon in so etwas wie einer Handlung unterbringen. Darum habe ich auch ein kleines Problem damit, Woody Allens Bananas wirklich auf Platz Eins zu setzen, eben weil seine Handlung nur ein schwaches Gerüst ist, um eine groteske Situation nach der anderen zu präsentieren. Ich liebe diesen Film: Woody will Pornohefte kaufen, Woody kämpft gegen Sylvester Stallone, Woody holt Verpflegung für eine ganze Armee… es gibt sehr viele großartige Elemente in diesem Film, die Handlung gehört nicht dazu. 

Darum mache ich es kurz und sage nun Kops. Den schwedische Film über eine Provinzpolizeieinheit, deren Revier aufgrund mangelnder Verbrechen dicht gemacht werden soll und die dann anfangen, selbst Straftaten zu inszenieren, um ihre Jobs zu behalten, habe ich zum ersten Mal mit Freunden in der 12. Klasse gesehen und wir haben am Boden gelegen vor Lachen. Nun habe ich geglaubt, dass dies womöglich nur den Umständen geschuldet war, in Gesellschaft sind Komödien ja oftmals lustiger als sie eigentlich sind, aber weit gefehlt. Kops hält auch weiteren Sichtungen stand, vor allem „Benny the Cop“ ist eine super Figur und wie die schwedische Provinz plötzlich zum Hort des Verbrechens wird…herrlich. Wer den Film noch nicht kennt – er ist den ein oder anderen Blick wert, versprochen.



Und weil ich sie nicht unerwähnt lassen möchte, hier noch zwei Filme, die sich mit den anderen um den Titel balgten: Ein Königreich für ein Lama, der vielleicht lustigste Film, der jemals bei Disney produziert wurde, und natürlich der unsterbliche Der Stadtneurotiker. „Was interessiert es dich, ob das Universum expandiert? Du bist hier in Brooklyn, da expandiert nichts!“ Ein Klassiker.