Montag, 19. Mai 2014

Blogparade: Top 10 Kinderserien



Inzwischen wird das teilnehmen an Blogparaden/-stöckchen ja zu einem Full-Time-Job…

Diesmal schickt uns olivesunshine91 von pieces of emotions auf eine Spaziergang auf die Erinnerungsallee, indem sie nach unseren Top 10-Kinderserien fragt, denn „jeder von uns hat seine Favoriten, für die er heute noch gern den Fernseher anschaltet oder die Kinder-DVD-Regale im Elektronikmarkt plündert.“

Okay, das ist einfach, auch wenn man sich mit „nur“ zehn Nennungen tatsächlich zurückhalten muss. Nun gut, Regeln sind Regeln. Apropos Regeln: wer mitmachen möchte, kann dies noch bis zum 25.05.2014 tun. Einfach die Top 10 auflisten, posten und den Link in die Kommentare unterm Originalartikel einfügen. Wie gehabt, also.

Hier meine Liste, wie immer in alphabetischer, nicht wertender, Reihenfolge:


01.) ALF (1986-1990)
Aus heutiger Sicht ist ALF ja bieder ohne Ende, aber ich muss gestehen: über diverse Gags kann ich immer noch lachen. Als Kind zwar mehr, aber was soll es? Die Folge mit dem Rieseninsekt hat mir damals aber eine Heidenangst gemacht.

02.) Chip & Chap – Die Ritter des Rechts (1988-1992)
Die zweitbeste Disneyserie überhaupt, clevere Drehbücher, die die kindlichen Zuschauer nicht beleidigen (die Folge Seer No Evil ist besonders zu empfehlen), hervorragende Animationen und interessante Figuren.

03.) Duck Tales – Neues aus Entenhausen (1987-1990)
Die beste Disneyserie überhaupt. Wenn man Carl-Barks-Geschichten mit sorgfältiger Animation und einem untrüglichen Gespür für die Welt von Entenhausen paart, kann nur etwas großes entstehen. Aber bitte für mich nur die erste Staffel mit 65 Folgen, die damals im Vorabendprogramm der ARD als Deutschlandpremiere ausgestrahlt wurden. Die restlichen 35 Episoden mit Bubba und Konsorten kann man getrost im Orkus der TV-Geschichte verschwinden lassen.

04.) Die Falltür (1984-1986)
Ich hab mich ja schon ausführlicher über diese leider ziemlich vergessene Serie ausgelassen, deshalb: 40 mal fünf Minuten exzellente, einfallsreiche Unterhaltung in Stop-Motion, was will man bitteschön mehr?

05.) Die Gespenster von Flatterfels (1992-1997)
Für einen erwachsenen Zuschauer hat die Serie diverse Längen, eine Folge ist kaum ohne Ermüdungserscheinungen durchzuhalten, aber als Kind war sie für mich der Inbegriff von Spannung und Abenteuer. Auch hier gilt: bitte nur die erste Staffel, danach wurde es, soweit ich mich erinnere, etwas wirr und die Puppen haben ein ihnen nicht zum Vorteil gereichendes Make-Over bekommen.

06.) Die Gummibärenbande (1985-1990)
Damals, noch vor dem Disney Club in der ARD, noch vor den Duck Tales im samstäglichen Vorabendprogramm, gab es Die Gummibärenbande im deutschen Fernsehen und ratet mal, wer davor saß und sich hat in dieser kreative, witzige Fantasywelt entführen lassen... Einige Begebenheiten mit dazugehörigem Dialog sind in meiner Familie zum geflügelten Wort geworden, dass sagt wohl einiges aus.

07.) Hallo Spencer! (1979-2001)
Pilzdorf, der sympathischste Überwachungsstaat der Welt. Trotz diverser gegenteiliger Stimmen, die turnusmäßig ihre Abscheu bekunden hat mir Hallo Spencer! immer Freude bereitet, schon allein, weil mir die Kulissen und die Funktionalität darin (Kasimirs Aufzug!) ausnehmend gut gefallen haben. Nur die Zeichentrickepisoden mochte ich nicht und Nero, der in den ersten 25 Folgen noch auftauchende Kobold (oder was auch immer) hat mich nachhaltig verstört. Jahrelang hatte ich Angst, dass er zurückkehren könnte…

08.) Die Sendung mit der Maus (1971 bis heute)
Okay, hier habe ich lange überlegt, denn in meinen Augen ist Die Sendung mit der Maus keine Serie, sondern ein Magazin, aber vielleicht ist so eine Blogparade auch nicht der richtige Ort für derlei Spitzfindigkeiten. Darum – egal, ich verhelfe Qualität gern zu einem Platz auf der abschließenden, ausgewerteten Liste. Denn das deutsche Fernsehen hat wohl kaum etwas besseres in punkto Kinder-TV hervorgebracht als dieses Sendung, die ja ohnehin inzwischen zu einem nicht unerheblichen Prozentsatz von Erwachsenen geschaut wird. Ich zähle mich dazu, wann immer es geht.

09.) Sesamstraße (1969 bis heute)
Musste einfach auch mit auf die Liste, weil mir die Sendung so viele schöne Stunden beschert hat. Ähnlich wie Die Sendung mit der Maus keine Serie im engeren Sinne, aber wenn kümmert das schon, wenn Super-Grobi das Computerproblem löst?!

10.) Star Trek – Das nächste Jahrhundert (1987-1994)
Jetzt bitte mal alle ganz laut: „Häh?! Star Trek ist doch keine Kinderserie!?!“ Stimmt wohl, auch wenn die Original-Serie damals vom ZDF als solche behandelt (und dementsprechend synchronisiert) wurde. Aber ich habe recht früh, auf jeden Fall noch im Grundschulalter, angefangen, dieser Serie jeden Tag um 15 Uhr auf SAT.1 zu schauen – in elterlicher Obhut, natürlich. Meine Güte, was waren die Geschichten oftmals spannend. Und was für grandiose Figuren hatte man bei der Hand, um die Missionen mit ihnen durchzustehen. So sehr ich Kirk & Co. mag, wahrscheinlich aufgrund meines jungen Alters, als ich ihr zum ersten Mal begenet bin, wird Das nächste Jahrhundert immer meine Lieblings-Star-Trek-Serie sein – und eine Kinderserie im ganz weit gefassten Rahmen.


Da ich ja gesagt habe, dass es mir schwerfiel, mich auf 10 Sendungen zu beschränken, hier noch die Runner-Ups:


  • Alfred J. Kwak (1989-1990)
  • Als die Tiere den Wald verließen (1992-1995)
  • Die Dinos (1991-1994)
  • Es war einmal … das Leben (1986)
  • Gargoyles – Auf den Schwingen der Gerechtigkeit (1994-1996)
  • Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew (1990-1991)
  • Leonie Löwenherz (1991-1993)
  • Meister Eder und sein Pumuckl (1978-1991)
  • Mr. Bean (1990-2005)
  • Naturzeit (1993-1999)
  • Pixi im Wolkenkuckucksheim – Auf den Spuren von Hans Christian Andersen (1971)
  • Spuk von draußen (1987)

Freitag, 16. Mai 2014

Notizzettel #004




 Matt Zoller Seitz fasst auch meine Gedanken zu der aktuellen Flut an Superheldenfilmen gut zusammen. Ich weiß schon, warum ich lieber Hellboy oder Chronicle sehe: „The problem isn't that the movies are product—most movies are product, and always have been—but that they can't be bothered to pretend they're not product. That's the difference between popular art and forgettable mass-produced entertainment: the mass-produced entertainment flaunts its product-ness, then expects us to praise even minor evidence of idiosyncrasy as proof that we are not, in fact, collectively spending billions on product. The marketplace rewards each new superhero movie with a reflexive paroxysm of spending, guaranteeing each $200 million tentpole a boffo US opening that follows a boffo international opening (the new release pattern flips the old one). It's an entertainment factory in which the audience is both consumer and product. Its purpose is not just to please consumers but to condition and create them.”


Conchita Wurst hat als Travestiekünstlerin den Eurovision Song Contest 2014 gewonnen. Sowohl Mithu Sanyal von WDR 5 als auch Hans Hoff von der Süddeutsche Zeitung haben lesenswerte Kommentare dazu abgeliefert: „Was ist so bedrohlich an einer Frau mit Bart, dass auch die Kommentare auf Youtube nicht mehr transvestiefeindlich sind, sondern schlicht menschenfeindlich? Die Euthanasiephantasien, die die Sängerin und Travestiekünstlerin auf den elektrischen Stuhl wünschen und ihren Eltern verbieten, weitere Kinder zu machen, zeigen vor allem eins: wie notwendig Conchita Wurst ist. Sie macht, ohne auch nur einen Ton zu singen, klar, dass das, was wir für natürlich halten, genauso konstruiert ist wie ihre Inszenierung: Früher wurden für Strumpfhosenwerbung in der Regel Männerbeine verwandt, weil die weiblicher aussahen. Heute kann man der Natur mit Photoshop nachhelfen.“


Eine der Basisaufbauten in der Fotografie, nun alleiniges Werkzeug von Amazon? Jörg Breithut fasst für SPIEGEL Online diese Seltsamkeit zusammen: „Die Fotografen in den USA sind irritiert. Das US-Patentamt (USPTO) hat einen Amazon-Antrag abgesegnet, der dem Online-Versandhaus die Rechte an einem Fotostudio-Aufbau sichert. Doch das Patent schützt nicht etwa eine besonders ausgefallene Aufnahmetechnik. Es geht um die ganz gewöhnliche Methode, ein Objekt oder eine Person vor einem schattenlosen weißen Hintergrund abzulichten. Ein Aufbau, den Fotografen und Filmemacher schon seit Jahren einsetzen.“


Auch Thomas Klingenmaier von der Stuttgarter Zeitung hat etwas zum Fall Under the Skin und seinem womöglich ausbleibenden Kinostart zu sagen: „Freundliche Worte sind das nicht, mit denen da die deutsche Kinolandschaft und das Gros der deutschen Filmkritik gleich mit beschrieben werden. Von der „Unterwerfung unter Marktlogik, Zielgruppenrelevanz und politische Interessen“ ist da die Rede, von „ideeller Anpassung“, von der „Förderung von Unwissenheit“ und „Ablösung des eigenständigen Denkens durch Reflexe“. Die Zitate stammen aus einem „Flugblatt für aktivistische Filmkritik“, das am Rand der am Dienstag zu Ende gegangenen 60. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen entstanden ist.“


Karsten Lohmeyer berichtet für Lousy Pennies über einen zumindest überraschenden Umstand: die angebliche Technikaversion von jungen Journalisten: „Holger Schellkopf ist wie gesagt stellvertretender Chefredakteur einer mittelgroßen Regionalzeitung. Einer Tageszeitung. Einem Holzmedium irgendwo im bayerischen Niemandsland. Very old School. Zumindest in vielen Köpfen. Und Holger Schellkopf, dessen Arbeitgeber gerade ein hochmodernes Medienhaus eingeweiht hat, erzählt hier vor rund 150 angehenden Medienmachern, wie wichtig Social Media für den Journalismus ist. Selbst in Bayern auf dem Land. Er blickt in leere Gesichter. Gefühlt 60 Prozent der Passauer Studenten – fast alle in Hoffnung auf einen Medienarbeitsplatz – haben nicht einmal ein Xing-Profil, wie eine kleine Umfrage bei meinem eigenen Vortrag ergibt. Und ja, Facebook das hat ja fast jeder. Aber das soll ein professionelles Werkzeug sein…? Und dieses Twitter. Na ja…“


H.R. Giger, der Schöpfer der als Xenomorph bekannten Kreatur aus den Alien-Filmen, ist verstorben. Der Nachruf auf RogerEbert.com spricht deutliche Worte: „It seems wrong to say that Swiss surrealist H.R. Giger "passed away" at age 74. Let's respect the man's vision and avoid euphemisms. Say that he died and that his remains will merge with infinity.” Auch zu empfehlen ist die Fotostrecke bei ZEIT Online.


Ja, mir hat der neue Godzilla-Film auch nicht sonderlich gefallen. Alexander Matzkeit findet auf real virtuality genau die richtigen Worte, um den Film zu beschreiben und ihn in Kontext mit dem gelungeneren Riesenviecher-Film Pacific Rim aus dem letzten Jahr zu bringen: „Doch wie so häufig, wenn man versucht, das irgendwie Absurde (Riesenmonster) durch pseudo-realistische Wissenschaft zu erklären und es nicht als große Metapher zu begreifen (wie, so mein Verständnis, der Originalfilm aus den 50ern), muss man die zuständigen Wissenschaftler oft sehr runterdummen, um den Plot am Laufen zu halten. In diesem Fall sind es Sally Hawkins und Ken Watanabe, die diese undankbare Rolle ausfüllen müssen und immer erst dann zu eigentlich sehr naheliegenden Schlüssen kommen, wenn es plotmäßig relevant ist und es auch der dümmste Zuschauer im Publikum vor ihnen begriffen hat.“


TWEET DES TAGES




VIDEO DES TAGES


Movie monsters, aliens and other foul creatures from ClaraDarko on Vimeo.


KURZFILM DES TAGES

Dienstag, 13. Mai 2014

Fünf Bücher für 2014



ERGO hat mit einem Stöckchen nach mir geworfen! :-)

Diesmal geht es um fünf Bücher, die man 2014 lesen möchte. Über die genaue Herkunft der Idee kann ich nur spekulieren, die Verästelungen von Buch- und Filmbloggern ist hier so stark, dass mir eine Tiefenrecherche nur zeitraubend und wenig sinnvoll erschien. Wie gesagt, ich wurde von ERGO angetippt, gesehen habe ich das Stöckchen zum ersten Mal bei pieces of emotions.

Eine kleine Einschränkung gibt es: es dürfen keine Fortsetzungen auf der Liste erscheinen. Da ich ohnehin kein Freund dieses Konzeptes bei Büchern bin, ist das aber kein Problem. Um ehrlich zu sein, habe ich auch schon lange keinen Roman mehr mit wiederkehrenden Figuren gelesen, vielleicht mit Ausnahme des ersten Jussi Adler-Olson, aber das war, wie gesagt, der erste Band…

Womöglich sollte ich erwähnen, dass zwei der Bücher auf der Liste schon von mir angelesen wurden. Ich habe die seltsame Angewohnheit, Bücher anzufangen, dann wegzulegen, etwas anderes zu lesen und irgendwann wieder auf das angefangene Buch zurückzukommen. Meistens geht es dann mit dem Weiter- und Auslesen sehr schnell. Aber da nirgends die Regel erwähnt wurde, dass man nur gänzlich unangetastete Werke auflisten darf, nehme ich mir diese Freiheit einfach mal.

Dann mal los mit meiner (momentanen) Top 5 in alphabetischer Reihenfolge des Autors/der Autorin.





 Chimamanda Ngozi Adichie: Americanah
Zum Inhalt möchte ich gern den von mir bereits in der Rubrik Notizzettel erwähnten Artikel bei Zeilenkino ans Herz legen: „Was bedeutet es, schwarz zu sein? In dem großartigen Roman „Americanah“ erzählt Chimamanda Ngozi Adichie von der Nigerianerin Ifemelu, die in die USA geht und dort zum ersten Mal erfährt, was es bedeutet, schwarz zu sein, in einer Welt, in der weiße Haut das Ideal und erstrebenswerte Ziel ist. In dem Moment, in dem sie in den USA ankommt, spürt sie, dass fortan nicht mehr wie in Nigeria die Klasse über ihr Fortkommen entscheidet, sondern die Rasse. Ifemelu – und mit ihr der Leser – erlebt die Allgegenwärtigkeit einer Hautfarbe, die jede Fremd- und bald auch schon Selbstwahrnehmung bestimmt – abhängig von dem Land und der Gesellschaft, in der man sich befindet.“
Das, zusammen mit einem interessanten Interview, das ich in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung mit der Autorin gelesen habe, hat Americanah sofort auf meine Liste katapultiert. Gesellschaftliche Debatten und Nachdenken über soziale Konstrukte…wenn sich ein Roman so nicht von selbst empfiehlt…



Sara Gruen: Das Affenhaus
Amazon.de fasst die Handlung so zusammen: „Isabel Duncan ist Wissenschaftlerin an einem Institut für Menschenaffen. Sie arbeitet mit Bonobos, einer Schimpansenart, die eine große Begabung für Sprache besitzt. Menschen bleiben Isabel oft ein Rätsel. Wohler als unter ihresgleichen fühlt sie sich bei den ihr anvertrauten Affen. Als eines Tages im Institut eine Bombe explodiert, wird Isabel schwer verletzt. Die Affen flüchten in Panik. Eine dramatische Suche beginnt...“
Aufmerksam geworden bin ich aber durch die Empfehlung einer Mitarbeiterin auf der Homepage der Buchhandlung meines Vertrauens, die stärker die im Buch verhandelten Themen wie „Was macht den Menschen zum Menschen?“ und „Was ist eigentlich der Unterschied zu anderen, ganz offensichtlich intelligenten Tieren?“ in den Vordergrund hob. Nach dem, was ich bisher gehört habe, lässt sich der Roman angenehmerweise auch in kein Genre stecken, schwankt zwischen Thriller, Komödie und Drama und lässt wohl auch wissenschaftliche Aspekte inklusive deren hässlichen Seiten nicht außen vor. Ich glaube, das ist genau das Richtige für mich.



 Thomas Hauschild: Weihnachtsmann. Die wahre Geschichte
Ganz klischeehaft männlich habe ich auch zwei Sachbücher auf der Liste, das erste eins in der Wissenschaftssparte des S. Fischer Verlages erschienenes über den Weihnachtsmann. Ja, genau. Amazon.de: »Weihnachtmann«, »Nikolaus«, »Santa Claus« – um diese harmlosen Figuren gibt es oft Streit. Die einen glauben zu wissen, welcher der »Richtige« ist, andere kritisieren den Weihnachtskonsum als unchristlich. Alle reden vom Weihnachtsmann, aber nur eine kleine Minderheit glaubt an ihn – die Kinder. Schaut man jedoch die Rituale und Bilder der euroamerikanischen Weihnacht von außen an, überrascht die spektakuläre, für jeden schnell nachprüfbare Ähnlichkeit des Weihnachtsmannes zu verwandten Figuren in Asien wie der chinesische »Gott des langen Lebens« oder der mongolische »Weiße Alte«. Der Religionsforscher Thomas Hauschild ist ihnen allen begegnet, hat sie gesammelt, vermessen und verglichen. Und er bringt uns bei, diese winterlichen ewigjungen Eremiten als Leitbilder eines weltweiten Klima- und Familienkultes der Zukunft zu begreifen.“
Dies ist eins der Bücher, dass ich schon angefangen habe, es eignet sich aber weniger als abendliche Bettlektüre, denn Hauschild schreibt zwar nicht nüchtern und trocken, wohl aber wissenschaftlich fundiert, was eine größere Aufmerksamkeit fordert, als man kurz vorm Einschlafen noch aufbringen kann. Was ich bisher gelesen habe ist aber auf jeden Fall empfehlenswert und interessant. Also, weiter geht’s!



 Stanislaw Lem: Solaris
Einer DER Klassiker der phantastischen Literatur und ich habe ihn bisher nicht gelesen? Ein Frevel! Das muss endlich nachgeholt werden, schließlich wird das Buch in der Fachliteratur immer wieder zitiert und als besonders gelungenes Beispiel für die Kreation einer außerirdischen Intelligenz angeführt. Außerdem möchte ich danach die Verfilmungen sichten, habe aber in diesem Fall irgendwie Skrupel, dies vor dem Lesen des Romans zu tun. Auch schon angefangen, auch sehr fordernd, aber auch sehr spannend und faszinierend.



 Michael A.G. Michaud: Contact with Alien Civilizations – Our Hopes and Fears about Encountering Extraterrestrials
Ich glaube eher nicht daran, dass die Menschheit jemals wirklich Kontakt zu einer außerirdischen Zivilisation aufnehmen kann und wird, aber das Nachdenken über die bloße Möglichkeit ist für mich eins der potentesten, interessantesten Konzepte überhaupt. Amazon.de fasst den Inhalt so zusammen: „This book describes a wide variety of speculations by many authors about the consequences for humanity of coming into contact with extraterrestrial intelligence. The assumptions underlying those speculations are examined, and some conclusions are drawn. The book emphasizes the consequences of contact rather than the search, and takes account of popular views. As necessary background, the book also includes brief summaries of the history of thinking about extraterrestrial intelligence, searches for life and for signals, contrasting paradigms of how contact might take place, and the paradox that those paradigms allegedly create.”
Ich habe bereits einige Bücher zum Thema gelesen (sehr empfehlenswert ist Anybody Out There? von Dagmar Röhrlich) und Michaud wird immer wieder zitiert oder als weiterführende Lektüre empfohlen. Wird Zeit, dass ich dem nachkomme.

So, das waren meine fünf Bücher für 2014. Ich würde gern noch mehr aufführen (und mehr lesen). Darf ich? Ja? Okay. Hier noch ein paar Runner-Ups:


SACHBUCH

Eric Baratay und Elisabeth Hardouin-Fugier: Zoo – Von der Menagerie zum Tierpark
Elizabeth Bell [u.a.]: From Mouse to Mermaid – The Politics of Film, Gender and Culture
Antje Boetius: Das dunkle Paradies – Die Entdeckung der Tiefsee
Michael Fürst: Untot. Zombie  Film  Theorie
Rolf Giesen: Animation under the Swastika – A History of Trickfilm in Nazi Germany
Amy M. Davis: Good Girls and Wicked Witches: Women in Disney’s Feature Animation
David Quammen: Das Lächeln des Tigers
Jennifer Teege: Amon: Mein Großvater hätte mich erschossen
Jonathan Weiner: Zeit, Liebe, Erinnerung – Auf der Suche nach den Ursprüngen des Verhaltens

ROMANE

T.C. Boyle: Wenn das Schlachten vorbei ist
Philip K. Dick: Das Orakel vom Berge
David Gilmour: Unser allerbestes Jahr
Robert Harris: Vaterland
Gwyneth Jones: Weiße Königin
John Niven: Gott bewahre
Tom Reiss: Der schwarze General
Ysra Sigurdardottir: Geisterfjord
Arkadi Strugatzki: Picknick am Wegesrand
Amy Waldman: Der amerikanische Architekt
John Wyndham: Die Triffids

Montag, 12. Mai 2014

Guilty Pleasure-Filme: Die Auswertung



Die Blogparade zu den Guilty Pleasure-Filmen ist nun beendet und die Auswertung steht an.

Zusammen mit meiner Wenigkeit haben neun Personen teilgenommen (danke nochmals an alle, die sich die Zeit für die Parade genommen haben) und es wurden insgesamt 85 Filme genannt.
An dieser Zahl könnt ihr schon ablesen, dass sich der kleine Teil der Blogosphäre, der mitgemacht hat, nicht auf eine definitive Top 10 einigen konnte. Mehr als zwei Stimmen hat keiner der genannten Filme bekommen, weshalb man folgende Werke mit jeweils zwei Nennungen wohl auf Platz Eins sehen kann:


  •  Con Air
  •  Independence Day
  • Keinohrhasen
  • Langoliers
  • Top Secret!


Ansonsten haben die Teilnehmer sehr individuell und durchaus überraschend abgestimmt. So finden sich durchaus gut besprochene Blockbuster wie Prometheus – Dunkle Zeichen auf der Liste, aber auch notorische Nieten wie Van Helsing. Besonders auffallend war, dass Filme von Roland Emmerich oder aus dem M. Night Shyamalan-Kosmos öfters dabei waren…

Mit 30 Zuweisungen war die Komödie eindeutig das Genre, in dem die meisten „guilty pleasures“ angesiedelt waren. Mit 15 Zuweisungen erfreuten sich auch der Actionfilm einiger Beliebtheit, ebenso der Fantasy- (13 Zuweisungen) und der Horrorfilm (10 Zuweisungen). Weniger „guilty pleasures“ scheint der Abenteuerfilm (2 Zuweisungen) und das Drama (5 Zuweisungen) zu bieten.

Die Blogparade hat vor allem gezeigt, dass das Feld der „guilty pleasures“ für Jeden augenscheinlich sehr viel individueller ist als beispielsweise die Frage nach den Filmen für eine einsame Insel. Man kann sich auf Top- und Flop-Filme einigen, aber die peinlichen kleinen cineastischen Ausrutscher (oder was man dafür hält) sind offenbar sehr viel umfassender zu umreißen. Gut so.